Politik

Forza Italia rügt Mangel an 118‑Ärzten in Ferrara und verlangt Aufklärung

In der Regionalversammlung von Emilia‑Romagna verlangt Forza Italia Aufklärung zu ausbleibenden Ausbildungsplätzen für 118‑Mediziner in Ferrara. Die Regionalregierung verweist auf laufende strukturelle Reformen.

Am 24. Oktober 2026 hat die Regionalfraktion von Forza Italia in der Emilia‑Romagna eine Landtagsanfrage angekündigt. Sie verlangt Aufklärung, warum jüngste Ausschreibungen für Qualifikationskurse im Bereich des Notfalldienstes 118 nicht alle Provinzen erfassten, darunter Ferrara. Forza Italia spricht von einem „depotenzierten“ System mit „sehr schwacher Kapazität“ in Ferrara und fordert rasche Abhilfe über zusätzliche Ausbildungs- und Anerkennungsplätze für Notärzte.

Als Begründung verweist die Partei auf Angaben zu unbesetzten Stellen im Notfalldienst in Teilen der Emilia‑Romagna, insbesondere in den Gebieten Bologna, Modena und Ferrara. Der regionale Abgeordnete Pietro Vignali will die konkreten Zahlen zur Personaldecke, zur Verteilung der Fortbildungskurse und zu den Kriterien der Ausschreibungen abgefragt wissen. Die Kritik reiht sich in weitere Vorstöße der Partei zur Gesundheitsversorgung in der Region ein.

Die Regionalregierung weist die Zuspitzung zurück. Das Gesundheitsressort betont, man setze strukturelle Maßnahmen um, um Notaufnahmen und Rettungsdienste zu entlasten. Genannt wird die Einführung der Aggregazioni funzionali territoriali (AFT), die eine längere Präsenz von Ärztinnen und Ärzten der Primärversorgung in den „Case della Comunità“ gewährleisten sollen. Zudem habe die örtliche Gesundheitsgesellschaft AUSL Ferrara den 118-Dienst zuletzt mit Informations- und Präventionsaktionen sichtbar gemacht; der operative Notfalldienst sei gesichert. Gesundheitsassessor Massimo Fabi spricht von einer schrittweisen Reform, die auf mehr Planungssicherheit im Netz der Grundversorgung ziele.

Faktenlage und Folgen lassen sich in zwei Ebenen trennen. Kurzfristig geht es um die tatsächliche Besetzung von Diensten im 118 und um die Frage, ob in Ferrara und benachbarten Gebieten Engpässe die Einsatzfähigkeit einschränken. Mittelfristig betrifft es die Ausbildungsplanung: Wie viele Kursplätze stehen zur Verfügung, nach welchen Kriterien werden sie geografisch verteilt, und wie schnell können neue Kräfte in den Einsatz gebracht werden? Genaue, aktuelle Zahlen sind bislang nicht flächendeckend veröffentlicht.

Zugeschriebene Aussagen der Opposition zielen auf die rasche Öffnung weiterer Kursplätze und auf einheitliche Ausschreibungsregeln für alle betroffenen Provinzen. Die Regionalregierung verweist dagegen auf bereits laufende Reformen und organisatorische Anpassungen. Ob diese kurzfristig zu mehr Notärztinnen und Notärzten im Dienst führen, ist derzeit offen. Konkrete Zusagen zu zusätzlichen Stellen oder zu einer beschleunigten Entlastung des 118 in Ferrara liegen nicht vor und bleiben bis zur Beantwortung der Landtagsanfrage ungeklärt.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk