Eurostat hat am 29. August 2026 neue Kennzahlen zur Tabak- und Nikotinnutzung veröffentlicht. Demnach nutzten 2025 in der Europäischen Union 16,5 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren täglich Tabak oder andere nikotinhaltige Produkte. Italien lag mit 15,8 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnitt. Italienische Medien, darunter ANSA, fassen dies als „jeder Sechste“ zusammen. Die Geschlechterunterschiede bleiben ausgeprägt: Für Männer weist Eurostat 2025 eine tägliche Nutzungsrate von 20,8 Prozent aus, für Frauen 12,6 Prozent.
Die Messgröße umfasst neben konventionellen Zigaretten auch elektrische Zigaretten, erhitzte Tabakprodukte und nikotinhaltige Beutel. Der zusammengefasste Indikator bildet damit die tägliche Nutzung aller erfassten Nikotinträger ab. Ein höherer Gesamtwert bedeutet folglich nicht, dass klassisches Rauchen in gleichem Maße dominiert. Gegenüber 2022 ist die tägliche Nutzung in der EU gesunken; damals lag der Wert bei 17,5 Prozent. Der Rückgang setzt eine in mehreren Mitgliedstaaten beobachtete längerfristige Abnahme der täglichen Tabaknutzung fort.
Für Italien ordnen Berichte die Daten politisch ein. Auf Ebene der Europäischen Union prüfen die Institutionen weitere Schritte zur Regulierung von Tabak- und Nikotinprodukten. Die Europäische Kommission verweist in begleitenden Papieren auf gesundheitspolitische Ziele, die auf eine Verringerung der Nikotinabhängigkeit und den Schutz junger Menschen zielen. Wirtschaftliche Interessenvertreter äußern Vorbehalte gegen zusätzliche Beschränkungen, während Public-Health-Akteure auf evidenzbasierte Maßnahmen wie Besteuerung, Beschränkungen der Vermarktung und Präventionsprogramme setzen. Diese Positionen sind Zuschreibungen der jeweiligen Akteure; konkrete Rechtsvorschläge sind im Detail zu bewerten, sobald sie vorliegen.
Analytisch bedeutsam ist die Verteilung hinter dem Durchschnittswert: Die täglichen Nutzungsraten sind bei Männern deutlich höher als bei Frauen, und die Produktmischung variiert zwischen den Ländern sowie Altersgruppen. In einigen Mitgliedstaaten sind alternative Produkte wie nikotinhaltige Beutel oder erhitzte Tabakprodukte stärker verbreitet als in anderen, ohne dass sich daraus allein die gesundheitlichen Risiken ableiten lassen. Für belastbare Aussagen zu Krankheitslast und Sterblichkeit müssen Prävalenzdaten mit Mortalitäts- und Morbiditätsanalysen verknüpft werden, wie es Eurostat und die Europäische Kommission in weiterführenden Berichten tun.
Für Italien ist der Wert von 15,8 Prozent nahe am EU-Mittel. Ob das Land den Abwärtstrend festigen kann, hängt maßgeblich von der Kombination aus Prävention, Regulierung und Preissteuerung ab. Die Veröffentlichung vom 29. August 2026 liefert dafür eine aktuelle Bezugsgröße und macht die Entwicklung im Vergleich der Mitgliedstaaten transparent.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).