Gesellschaft

El Niño prägt Italiens Herbst und Winter 2026/27: Modelle sehen Wärmeplus

Aktuelle saisonale Ausblicke von Copernicus, NOAA und der Weltorganisation für Meteorologie deuten für Italien auf einen ungewöhnlich warmen Herbst und milde Wintermonate 2026/27 hin; Niederschläge könnten regional stark abweichen.

Neue saisonale Vorhersagen internationaler Wetterdienste gehen im September 2026 von einem starken El Niño im tropischen Pazifik aus. Nach Einschätzung des Copernicus Climate Change Service, der NOAA und der Weltorganisation für Meteorologie erhöht das die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen in Europa und damit auch in Italien im Herbst 2026 sowie in Teilen des Winters 2026/2027. Es handelt sich um probabilistische Ausblicke, keine Kurzfristprognosen.

Für Italien zeichnen die multimodellen Produkte von Copernicus ein konsistentes Bild: Der Herbst 2026 dürfte wärmer als im Mittel ausfallen, mit erhöhtem Risiko längerer Wärmephasen. In Süditalien und auf den Inseln wird zudem eine Neigung zu trockeneren Bedingungen erwogen. In Norditalien hängen die Abweichungen stärker von großräumigen Druckmustern ab; dort sind – je nach Zirkulation – auch wechselhaftere Abschnitte möglich. Die NOAA verweist parallel auf eine anhaltend positive Meeresoberflächentemperatur weltweit, die Extremwärmephasen verstärken kann.

Zu den Niederschlägen liefern die Modelle ein heterogenes Signal. Das südliche Mittelmeer neigt in El‑Niño‑Jahren tendenziell zu Defiziten, sichere Aussagen für einzelne Regionen sind jedoch nur mit begrenzter Verlässlichkeit möglich. Für Italien bedeutet dies eine erhöhte Spannweite möglicher Abweichungen: von anhaltenden Trockenperioden in Süditalien bis zu zeitweilig nassen Episoden im Norden, sofern atlantische Tiefdrucklagen durchgreifen. Entsprechend bleibt die lokale Wasserbilanz abhängig von den tatsächlich eintretenden Zirkulationsmustern.

Die Weltorganisation für Meteorologie hebt hervor, dass die globale Hintergrundwärmung die Wirkung von El Niño auf Land und Ozean überlagern kann. In Europa und im Mittelmeerraum steigen damit die Chancen für Rekordwerte bei Monatsmitteln und für außergewöhnlich warme Phasen, auch wenn einzelne Kaltluftvorstöße im Winter nicht ausgeschlossen sind. Für Italienische Behörden in Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Zivilschutz empfiehlt sich daher die engmaschige Beobachtung der laufenden saisonalen Aktualisierungen der nationalen und europäischen Dienste.

Die aktuellen Ausblicke deuten auf einen deutlich zu warmen Herbst 2026 in Italien und auf einen eher milden Verlauf des Winters 2026/2027 hin. Die Verteilung der Niederschläge bleibt regional unsicher. Maßgeblich sind die kommenden Monatsupdates der großen Vorhersagesysteme; kurzfristige Warnungen und regionale Einschätzungen haben Vorrang vor längerfristigen Szenarien.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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