Am 26. August 2026 hat Giammarco Giovannelli, Präsident von Confcommercio Abruzzo und Federalberghi Abruzzo, vor den Folgen einer „movida molesta“ entlang der Küste der Abruzzen gewarnt. Er verband die positive Zwischenbilanz der Sommersaison mit der Forderung nach verlässlich geregelter Sicherheit und Ordnung in stark frequentierten Küstenorten. Aus seiner Sicht gefährden Lärm, Alkoholexzesse und wiederholte Ordnungswidrigkeiten die Aufenthaltsqualität und damit mittelbar die Wettbewerbsfähigkeit der Destination.
Faktisch verzeichnen die Ankünfte und Übernachtungen in der Region einen Zuwachs. Nach Einschätzung der Verbände reicht reines Marketing jedoch nicht aus: Erforderlich sei ein abgestimmtes Vorgehen von Kommunen, Präfektur und Wirtschaftsverbänden, das sowohl präventive Maßnahmen als auch konsequente Kontrollen vorsieht. Giovannelli plädiert dabei für klare Zuständigkeiten und ein stärkeres operatives Zusammenwirken von Lokalverwaltungen und Ordnungskräften.
Aus Gesprächen der vergangenen Wochen berichten Vertreter von Confcommercio Abruzzo und Confesercenti, dass an einzelnen Abschnitten der Küste – darunter in Roseto degli Abruzzi – bereits Runden mit Präfektur und Kommunalverwaltungen stattfanden. Diskutiert wurden eine engere Einbindung der Polizei, Sensibilisierung von Betreibern, Überprüfung von Genehmigungsauflagen und zeitliche Begrenzungen beim Alkoholverkauf. Als geeignete Koordinationsstelle wird die Präfektur genannt, weil sie polizeiliche Ressourcen und kommunale Kompetenzen zusammenführen kann. Konkrete Termine für neue Regelungen nannten die Gesprächspartner bislang nicht.
Zugeschriebene Positionen: Giovannelli fordert eine koordinierte Linie und verweist auf die Notwendigkeit, die positiven Tourismustrends durch verlässliche Rahmenbedingungen abzusichern. Verbände wie Federalberghi Abruzzo und Confesercenti betonen, dass nachhaltiger Tourismus auch vom Sicherheitsniveau in den Zentren der Abend- und Nachtökonomie abhängt.
Hintergrund: Die Abruzzen bewerben sich verstärkt als Ganzjahresdestination. Projekte zur Destagionalisierung sollen die Auslastung verbreitern; zugleich mehren sich lokale Appelle, nächtliche Störungen wirksam einzudämmen, um Beschwerden von Anwohnern zu reduzieren und das Image familienorientierter Küstenorte zu schützen. Der aktuelle Anlass sind die jüngsten saisonalen Bilanzgespräche und die fortgesetzten Abstimmungen zwischen Kommunen, Präfektur und Verbänden. Prognosen zum Verlauf der Herbst- und Wintersaison gaben die Beteiligten nicht ab; im Vordergrund stehen kurzfristig umsetzbare, rechtlich belastbare Ordnungsschritte, die den touristischen Aufschwung nicht behindern, sondern stabilisieren sollen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).