Abruzzen

Cgil verlangt dringende Anhörung zu Bränden im Raum L’Aquila

Die Cgil und die Fp Cgil fordern eine sofortige Anhörung im Regionalrat Abruzzo zur jüngsten Brandlage im Aquilano und zu Defiziten beim Katastrophenschutz.

Die Cgil und die Fp Cgil haben am 1. September 2026 eine dringliche Anhörung im Regionalrat Abruzzo beantragt. Die Gewerkschaften wollen die jüngste Brandlage im Raum L’Aquila sowie Organisations- und Personalprobleme im Zivil- und Forstschutz erörtern. Adressaten sind die Kontrollkommission (Commissione Vigilanza) und die II. Ständige Kommission für Territorium, Umwelt und Infrastruktur.

Auslöser sind wiederholte Brandherde in der Provinz L’Aquila, insbesondere bei Lucoli und Roio. Feuerwehr, Zivilschutz und Carabinieri waren in den vergangenen Wochen an mehreren Einsatzstellen gefordert, teils mit Unterstützung aus der Luft. Die Region hatte bereits am 22. Juni 2026 per Verordnung den Zustand „höchster Gefährdung“ für Waldbrände bis zum 15. Oktober ausgerufen; die Agenzia di Protezione Civile weist für den 1. September ein mittleres Risiko für die Provinz aus.

In ihrem Antrag betont die Cgil, dass nicht nur die akute Lage, sondern strukturelle Schwächen zu behandeln sind. Als zentrales Problem nennt sie die Folgen der Auflösung des Corpo Forestale dello Stato und die seither auf mehrere Behörden verteilten Zuständigkeiten. Daraus resultiere eine zersplitterte Verantwortungsstruktur, die Prävention, Überwachung und Nachsorge erschwere. Zudem verweisen Cgil und Fp Cgil auf Personalengpässe bei der regionalen Protezione civile und auf verzögerte Besetzungen ausgeschriebener Stellen.

Die Regionalverwaltung verweist auf laufende Präventions- und Einsatzmaßnahmen. Nach Behördenangaben wurden Löschkapazitäten in der Saison 2026 schrittweise verstärkt. Ermittlungen zu möglichen Brandstiftungen laufen; offizielle Angaben zu Ursachen liegen bislang nicht flächendeckend vor. Der Bürgermeister von L’Aquila und Einsatzleitungen hatten wiederholt zu Koordination und Zurückhaltung in der öffentlichen Debatte aufgerufen, um die operative Arbeit nicht zu beeinträchtigen.

Politisch steht die Ausstattung der Dienste im Fokus. Aus Oppositionskreisen kommen Forderungen nach schneller Verstärkung und klarer Führung. Regionalpräsident Marco Marsilio hat weitere organisatorische Schritte in Aussicht gestellt; Details und Zeithorizonte sind bislang nicht im Einzelnen veröffentlicht. Die von der Cgil beantragte Audienz soll klären, ob kurzfristige personelle und materielle Verstärkungen möglich sind und welche mittelfristigen Anpassungen für ein wirksames Management der Waldbrandsaison nötig sind. Dabei werden belastbare Daten zu Kräften, Einsatzmitteln und Zuständigkeiten erwartet, um die Wirksamkeit der bestehenden Strukturen im Aquilano transparent zu bewerten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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