Lombardei

Bergamo bestellt Stiftungsrat neu: Tassi kehrt als Präsident zurück

Die Provinz Bergamo hat den Verwaltungsrat der Fondazione Istituti Educativi neu besetzt. Ivan Tassi führt das Gremium erneut, zwei Sitze gehen an Persönlichkeiten aus dem Umfeld von Fratelli d’Italia.

Die Provincia di Bergamo hat den Consiglio di amministrazione der Fondazione Istituti Educativi di Bergamo neu berufen. An der Spitze steht erneut Ivan Tassi. Weitere Mitglieder des fünfköpfigen Gremiums sind Silvia Belotti, Federico Carpanoni, Romina Rigamonti und Jacopo Lorenzo Riganti. Die Neubesetzung folgt auf Rücktritte im Vorstand; laut Stiftungssatzung war damit eine vollständige Ernennung für die neue Amtsperiode erforderlich.

Die formelle Entscheidung wurde von der Provinz öffentlich gemacht. Provinzpräsident Davide Casati beglückwünschte das neue Kollegium und verwies auf die erforderliche fachliche Kompetenz für die anstehenden Aufgaben. Konkrete strategische Leitlinien oder Projektprioritäten waren in der Bekanntmachung nicht enthalten. Die Amtszeit des Gremiums ist auf fünf Jahre festgelegt.

Mit der Personalie Tassi setzt die Provinz auf Kontinuität: Der Manager hatte das Amt bereits zuvor ausgeübt und war nach Phasen interner Konflikte und personeller Wechsel zurückgekehrt. Die Stiftung verwaltet in Bergamo ein bedeutendes historisches und kulturelles Vermögen und ist Träger von Bildungs- und Sozialangeboten. Entscheidungen des Vorstands betreffen Immobilienverwaltung, Restaurierungen und die Steuerung schulischer Einrichtungen.

Politisch ist die Neubesetzung umstritten. Nach Angaben aus der Provinzverwaltung ersetzen Silvia Belotti und Federico Carpanoni zwei bisher der Partito Democratico zugerechnete Mitglieder. Mehrere regionale Redaktionen ordnen die beiden Neuberufenen parteinahen Kontexten von Fratelli d’Italia zu. Die offizielle Mitteilung der Provincia di Bergamo verzichtet jedoch auf Parteibezeichnungen. Damit verschiebt sich de facto das Kräfteverhältnis im Stiftungsrat zugunsten des Mitte-rechts-Lagers, was in der lokalen Politik seit längerem aufmerksam verfolgt wird.

Hintergrund der aktuellen Entscheidung sind Auseinandersetzungen über Leitung, Satzungsfragen und Vergabepraktiken, die in den zurückliegenden Jahren wiederholt für öffentliche Kritik sorgten. Kritiker bemängelten intransparente Verfahren bei Personal- und Auftragsentscheidungen. Befürworter betonten die Notwendigkeit stabiler Führung, um laufende Maßnahmen in Bildung und Denkmalschutz zuverlässig voranzubringen.

Die nächsten Sitzungen des Gremiums werden nach Angaben aus beteiligten Institutionen darüber Aufschluss geben, ob es zu Änderungen in der Vergabepolitik oder in der Priorisierung von Projekten kommt. Aussagen zu möglichen Einsprüchen ausgeschiedener Mitglieder oder zu parteipolitischen Bewertungen liegen derzeit nur in Medienberichten vor, nicht in den offiziellen Unterlagen der Provinz.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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