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Basilikata streitet über Dieselzüge auf Potenza–Taranto ab 13. September

Nach der Ankündigung, auf Teilen der Relation Potenza–Taranto vorübergehend Dieseltriebwagen einzusetzen, wächst in der Basilikata die Kritik. Trenitalia verweist auf Netzengpässe rund um die Wiederinbetriebnahme der Strecke Potenza–Melfi.

In der Basilikata sorgt eine kurzfristige Umstellung im Regionalverkehr für politischen Streit. Ab 13. September sollen auf Teilen der Relation Potenza–Taranto vorübergehend Dieseltriebwagen verkehren. Anlass ist die Wiederinbetriebnahme der Strecke Potenza–Melfi, die laut Betreiber in der derzeitigen Netzkonfiguration noch nicht vollständig elektrifiziert und an einzelnen Abschnitten weiter eingeschränkt ist. Trenitalia und die Regione Basilicata begründen den Schritt als organisatorisch notwendig.

Kritik kommt aus der Opposition und von Gewerkschaften. Der Politiker Arnaldo Lomuti (Movimento 5 Stelle) nennt den Einsatz älterer Dieselzüge einen Rückschritt nach Jahren angekündigter Modernisierung. Er verlangt von der Regione Basilicata konkrete Angaben: wie viele Verbindungen betroffen sind, wie lange die Maßnahme gilt und welche Mehrkosten sowie Auswirkungen auf Komfort, Zuverlässigkeit und Emissionen entstehen. Auf der elektrifizierten Relation seien bislang moderne Elektrotriebwagen des Typs Pop gefahren; nun solle wieder der Dieseltriebwagen ALn 501 zum Einsatz kommen, so Lomuti.

Trenitalia verweist gegenüber regionalen Medien auf betriebliche Zwänge. Demnach bleibt der Abschnitt zwischen Melfi und Rocchetta Sant’Antonio an einzelnen Punkten nicht nutzbar; die Züge müssten daher aus dem nächstliegenden geeigneten Depot disponiert werden, was den temporären Einsatz von Dieselmaterial erforderlich mache. Die Gesellschaft betont, die Maßnahme sei zeitlich befristet und diene der Stabilisierung des Angebots während der Reorganisation zum Neustart der Verbindung Potenza–Melfi. Die Pop-Züge sollen auf anderen elektrifizierten Abschnitten weiterhin verkehren.

Die Filt Cgil unterstützt das Ziel, das Netz rasch zu stabilisieren, kritisiert jedoch die Kommunikation. Sie fordert klare Zusagen, dass Dieseltriebwagen nicht zur Dauerlösung werden, sowie einen transparenten Fahrplan für Beschaffung und Einsatz moderner Fahrzeuge. Aus dem regionalen Rat heißt es ähnlich, Investitionen in Material und Infrastruktur müssten mit verlässlichen Betriebsplänen unterlegt werden.

Faktisch konzentriert sich der Vorgang auf die Basilikata, berührt aber mit Taranto auch Apulien. Technische Gründe und politische Bewertung sind zu trennen: Während Trenitalia operative Engpässe anführt, verweisen Kritiker auf das Signal, das der sichtbare Technologie-Rückschritt für Pendlerinnen und Pendler setze. Offen bleibt, wie lange die temporäre Umstellung auf der Relation Potenza–Taranto konkret dauert und welche Fahrplan- und Emissionswerte sie mit sich bringt. Region und Betreiber haben angekündigt, Details zur Zahl der betroffenen Verbindungen und zur Dauer der Maßnahme nachzureichen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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