Wirtschaft

Bankitalia meldet Verdopplung digitaler Zahlungen in Italien seit 2018

Neue Veröffentlichungen der Banca d'Italia zeigen: Bargeldlose Transaktionen stiegen bis 2025 auf über 16 Milliarden. Karten am POS, kontaktlose Verfahren und Instantüberweisungen treiben das Wachstum; Sicherheitsanforderungen und regionale Unterschiede bleiben Themen.

Die Banca d'Italia hat neue Daten zum Zahlungsverkehr vorgelegt: Die Zahl bargeldloser Transaktionen in Italien hat sich zwischen 2018 und 2025 mehr als verdoppelt und erreichte im Jahr 2025 über 16 Milliarden Vorgänge. Damit bestätigt die Zentralbank einen strukturellen Wandel im Zahlungsverhalten. Die Angaben stammen aus aktuellen Veröffentlichungen zu Instrumenten, Volumina und Sicherheit im italienischen Zahlungsverkehr, die 2026 erschienen sind und das Berichtsjahr 2025 abschließen.

Den größten Anteil am Wachstum tragen Kartenzahlungen am Point of Sale (POS). Nach Bankitalia entfielen 2025 rund drei Viertel der nicht mit Bargeld ausgeführten Zahlungen auf Karten am POS. Besonders stark legten kontaktlose Verfahren zu: Der Contactless‑Anteil an Kartenzahlungen stieg deutlich und dominiert inzwischen den stationären Handel. Auch Instantüberweisungen gewannen an Gewicht; in Italien werden sie häufig als bonifici istantanei bezeichnet. Zudem werden Kartenvorgänge zunehmend über Smartphones autorisiert. Innerhalb der Kartenzahlungen bleiben debitbasierte Instrumente führend; in italienischen Übersichten firmieren sie als carte di debito.

Die Zentralbank betont zugleich zwei Gegenläufe. Erstens bleibt Bargeld in einzelnen Regionen und Nutzungsfeldern relevant. Die Gewährleistung eines flächendeckenden Zugangs zu Bargeld bleibt deshalb Aufsichtsthema. Zweitens stieg mit der weiteren Digitalisierung die Zahl betrügerischer Transaktionen. Bankitalia verweist hierzu auf ergänzende Berichte zur Entwicklung von Betrugsfällen und zur Umsetzung der starken Kundenauthentifizierung (SCA).

Ökonomisch senken digitale Verfahren direkte Bargeldkosten für Handel und Verwaltung, verlagern aber Aufwand in Regulierung, Sicherheit und Infrastruktur. Politisch und regulatorisch erhöht der Trend den Druck, Gebühren, Interoperabilität und Verbraucherschutz auf nationaler Ebene und in Europa fortzuentwickeln. Die Banca d'Italia sieht Handlungsfelder bei Systemstabilität, Datenschutz und Betrugsprävention.

Die Auswertungen stützen sich auf interne Statistiken der Zentralbank und fachliche Aufbereitungen, unter anderem im Rahmen des Comitato Pagamenti Italia. Italienische Medien wie Sky TG24 greifen die Kernergebnisse auf. Prognosen zu künftigen Trends werden in den Bankunterlagen ausdrücklich von den dokumentierten Befunden getrennt. Für 2025 sind die Anteile der Zahlungsinstrumente detailliert ausgewiesen; die Dominanz der POS‑Zahlungen und der Contactless‑Nutzung ist belegt. Die Daten liefern eine belastbare Grundlage für weitere Analysen zur regionalen Verbreitung und zu Sicherheitsfragen im elektronischen Zahlungsverkehr in Italien.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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