Wirtschaft

Banca d’Italia: Kein Transfer der Goldreserven

Italiens Zentralbank hat am 4. September 2026 klargestellt, dass keine Goldreserven verlagert wurden. Die Bestände bleiben wie ausgewiesen teils in Italien und teils bei ausländischen Verwahrstellen.

Die Banca d'Italia hat am 4. September 2026 erklärt, dass kein Transfer der Goldreserven stattgefunden hat. Mit der Klarstellung reagierte die Zentralbank auf Berichte und Spekulationen über mögliche Verlagerungen ins Ausland. Laut Mitteilung und Hinweis auf der Website bleiben die Bestände wie veröffentlicht teils in Italien und teils bei ausländischen Verwahrstellen.

Nach den veröffentlichten Bilanzangaben der Banca d'Italia wird ein Teil des Goldes in Rom verwahrt, der übrige Anteil liegt bei etablierten Verwahrstellen im Ausland, darunter in den Vereinigten Staaten, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Die Bank begründet diese geografische Streuung mit historischen Erwerbswegen und der gewünschten Diversifizierung von Verwahr- und Gegenparteirisiken. Ein Verkauf oder eine Verbringung der offiziellen Goldreserven wurde ausdrücklich verneint.

Rechtlich fällt die Verwaltung der Goldreserven in die Zuständigkeit der nationalen Zentralbanken innerhalb des Eurosystems. Das Statut des Europäischen Systems der Zentralbanken sowie einschlägige Regelungen der Europäischen Zentralbank sehen Koordinations- und Zustimmungsmechanismen für Transaktionen mit Währungsreserven vor. Diese Rahmenbedingungen betreffen Struktur und Verfahren; der heutige Hinweis der Banca d'Italia beschränkt sich auf die Feststellung, dass es keinen aktuellen physischen Transfer gegeben hat.

Die Bank verweist zugleich darauf, dass die veröffentlichten Bilanzdaten die Verteilung der Bestände zu einem bestimmten Stichtag dokumentieren. Aussagen von Behörden adressieren konkrete Entscheidungen oder deren Ausbleiben, während die Bilanz einen periodischen Überblick liefert. Beides ist auseinanderzuhalten: Die Klarstellung vom 4. September 2026 richtet sich gegen die Behauptung eines frischen Transfers; sie ändert nichts an der länger anhaltenden öffentlichen Debatte in Italien über Eigentumsfragen, Lagerorte und Transparenz der Goldreserven.

Operative Verlagerungen physischer Bestände würden neben geldpolitischen Erwägungen auch Sicherheits-, Logistik- und Vertragsaspekte berühren. Vor diesem Hintergrund betont die Banca d'Italia die Kontinuität ihrer Praxis und die Einhaltung der Regeln des Eurosystems. Ungeachtet der Diskussionen bleibt der Befund des Tages: Es gab keinen Transfer der Goldreserven, und die Lagerorte entsprechen den in den Unterlagen der Zentralbank ausgewiesenen Positionen. Die Meldung wurde von ANSA verbreitet und durch den Verweis der Bank auf ihre Veröffentlichungen untermauert.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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