Apulien

Apulien ernennt Alberobello, Brindisi und Gallipoli zu Kulturstädten 2026

Die Region Apulien hat am 3. September 2026 Alberobello, Brindisi und Gallipoli als „Capitali della Cultura di Puglia 2026“ benannt und 300.000 Euro Förderung zugesagt.

Die Regionalregierung von Apulien hat am 3. September 2026 die Kommunen Alberobello, Brindisi und Gallipoli offiziell zu den „Capitali della Cultura di Puglia 2026“ erklärt. Das gab die Pressestelle der Region bekannt. Mit dem Beschluss stellt die Region zugleich 300.000 Euro für die Umsetzung gemeinsamer und lokaler Kulturvorhaben in den drei Städten bereit. Die Maßnahme ist ausdrücklich regional und unabhängig vom nationalen Wettbewerb um den Titel „Capitale italiana della cultura“.

Die Förderung stützt sich nach Angaben der Regionalverwaltung auf Artikel 38 der regionalen Gesetzgebung Nr. 32/2022. Diese sieht Zuschüsse für Gemeinden vor, die im nationalen Auswahlverfahren in eine Endrunde gelangt sind oder kulturelle Projekte von besonderer Bedeutung vorlegen. Die Zuweisung dient der Entwicklung und Koordinierung von Programmen, die 2026 in den drei Orten stattfinden sollen.

Alberobello, bekannt für die charakteristischen Trulli, die Hafenstadt Brindisi und die Küstenstadt Gallipoli hatten in den vergangenen Monaten Dossiers für den nationalen Titel „Capitale italiana della cultura“ eingereicht. Das Ministero della Cultura dokumentiert diese Bewerbungen; rechtsverbindlich für die nationale Auszeichnung bleibt ausschließlich das Verfahren des Ministeriums. Die nun beschlossene regionale Anerkennung bildet eine eigenständige Förderlinie der Region Apulien.

Mit der Entscheidung benennt die Region drei Ebenen: die kommunalen Bewerbungen, die regionale Anerkennung als „Capitali della Cultura di Puglia 2026“ und die finanzielle Unterstützung. Nach Darstellung der Pressestelle soll die Einordnung einen „pluralen Erzählrahmen“ der apulischen Identität ermöglichen und Initiativen in Bereichen wie Restaurierung, Kulturvermittlung, Bildung und Tourismusentwicklung bündeln.

Noch offen sind konkrete Umsetzungspläne, Zeitpläne und die Verteilung der Mittel auf einzelne Projektbausteine. Die Regionalverwaltung kündigte an, Förderrichtlinien und Auszahlungsmodalitäten in den kommenden Wochen zu präzisieren. Für lokale Verwaltungen und Kulturträger folgt daraus die Aufgabe, Projekte zu konkretisieren, Partnerschaften zu schließen und Budgets zu hinterlegen.

Kurzfristig kann der Titel zusätzliche Sichtbarkeit und Besucherströme generieren. Mittel- bis langfristig hängt der Nutzen von der Qualität der Programme, der Vernetzung mit privaten und staatlichen Partnern sowie der Verstetigung von Investitionen ab. Unverändert gilt: Über eine „Capitale italiana della cultura“ auf nationaler Ebene entscheidet das Ministero della Cultura; die Region Apulien setzt mit ihrer Ernennung einen eigenen kulturpolitischen Akzent und unterstützt die drei Städte finanziell.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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