Aostatal

Aosta richtet am 5. September Tagung zu Don Luigi Sturzo und Autonomie aus

In Aosta diskutieren Universität, Regionalrat und Istituto Luigi Sturzo am 5. September den katholischen Regionalismus und die Autonomie der Valle d’Aosta.

Am 5. September 2026 veranstalten die Università della Valle d’Aosta, die Präsidentschaft des Regionalrats der Valle d’Aosta und das Istituto Luigi Sturzo in Aosta eine ganztägige Tagung über katholischen Regionalismus und die Entstehung der Autonomie der Region. Ort ist die Sala Maria Ida Viglino im Palazzo regionale. Nach Angaben der Organisatoren beleuchtet das Programm die politische Bedeutung von Don Luigi Sturzo und seine Wirkungen auf die italienische Debatte über Dezentralisierung im 20. Jahrhundert sowie auf die Struktur der valdostanischen Selbstverwaltung.

Der Anlass ist aktuell, weil die Region in diesem Jahr an die Schritte erinnert, die 1945 zur institutionellen Sonderstellung der Valle d’Aosta führten. In der lokalen Erinnerung gelten die Dekrete vom 7. September 1945 als frühe Grundlage der späteren Autonomieordnung; das Tagungsdatum knüpft an diese Wegmarke an. Die beteiligten Institutionen betonen, es gehe um eine historisch informierte Einordnung, nicht um einen unmittelbaren Eingriff in geltende Zuständigkeitsregeln.

Don Luigi Sturzo gilt in der Forschung als prägende Figur des katholisch inspirierten Regionalismus. Der Priester gründete 1919 die Partito Popolare Italiano und warb früh für starke lokale Selbstverwaltungen als Gegengewicht zu zentralistischen Tendenzen. Das Istituto Luigi Sturzo in Rom verwahrt umfangreiche Quellen zu diesem politischen Denken und zu dessen Rezeption in den Regionen.

Die Tagung in Aosta richtet den Blick zugleich auf die regionale Ebene. Aus Sicht der Veranstalter ist die Geschichte der Autonomie der Valle d’Aosta nicht nur ein verfassungsrechtlicher Prozess, sondern auch ein kulturelles und ideengeschichtliches Projekt. Die gemeinsame Trägerschaft durch Universität, Regionalrat und eine fachwissenschaftliche Einrichtung unterstreicht diesen interdisziplinären Ansatz. Konkrete politische Entscheidungen, etwa eine Änderung des Regionalstatuts, sind damit nicht verbunden. Stellungnahmen von Referentinnen und Referenten sind als Zuschreibungen zu verstehen; rechtliche Folgerungen bedürfen gesonderter politischer und juristischer Verfahren.

Fakten zum Ablauf: Die Konferenz beginnt am 5. September 2026 in der Sala Maria Ida Viglino des Palazzo regionale in Aosta. Ausrichter sind die Università della Valle d’Aosta, die Präsidentschaft des Regionalrats der Valle d’Aosta und das Istituto Luigi Sturzo. Themenschwerpunkte sind Don Luigi Sturzo, katholischer Regionalismus und die Entwicklung der Autonomie der Valle d’Aosta.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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