Ligurien

AMT-Krise in Genua: Region und Città Metropolitana uneins – USB warnt vor Ausfällen

Regione Liguria und Città Metropolitana di Genova ringen um die Sanierung der Verkehrsgesellschaft AMT; USB Trasporti warnt vor Leistungsrisiken. Finanzzusagen und Ratsbeschlüsse liegen vor, doch die Umsetzung stockt.

Die Sanierung der kommunalen Verkehrsgesellschaft AMT bleibt in Genua umstritten. Regione Liguria und Città Metropolitana di Genova haben im Frühjahr formelle Schritte zur Stabilisierung angekündigt, zugleich warnt die Gewerkschaft USB Trasporti vor Leistungslücken und Störungen durch Zahlungsverzögerungen bei Zulieferern. Die Debatte setzte sich bis in den August fort.

Am 7. April 2026 erklärte der Präsident der Regione Liguria ein Unterstützungspaket von mehr als 150 Millionen Euro. Es umfasst eine einmalige Kapitalzuführung von 40 Millionen Euro, rund 110 Millionen Euro an jährlichen Beiträgen für den öffentlichen Verkehr sowie zusätzliche Mittel für die Ferrovia Genova–Casella. Auf kommunaler Ebene billigte der Gemeinderat des Comune di Genova am 7. Mai 2026 eine Vorlage zur Stützung des Sanierungswegs. Der Rat der Città Metropolitana di Genova schloss den institutionellen Beschlussprozess Mitte Mai ab.

Die USB Trasporti hatte bereits im April öffentlich vor möglichen Leistungsausfällen gewarnt, sollte die Umsetzung der zugesagten Maßnahmen hinter dem Zeitplan zurückbleiben. Im Juni meldeten Verbraucherverbände Risiken auf einzelnen Linien in den Hügel- und Tallagen; Hintergrund seien ausstehende Zahlungen gegenüber privaten Dienstleistern. Darüber berichtete La Repubblica Genova.

Die Interessenlage ist klar umrissen: Die Regione Liguria stellt kurzfristige Liquidität und Planungssicherheit in Aussicht, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Città Metropolitana di Genova betont die Versorgungssicherheit gerade im suburbanen Raum und pocht auf die Aufrechterhaltung schwächer nachgefragter Verbindungen. Für die Beschäftigten von AMT stehen Beschäftigungssicherung und verlässliche Lohnzahlungen im Vordergrund; für die Fahrgäste eine stabile Taktung ohne kurzfristige Kürzungen.

Gesichert ist: Die finanziellen Zusagen des Regionalpräsidiums sowie die Beschlüsse von Comune di Genova und Città Metropolitana di Genova liegen vor. Ebenfalls belegt sind die Warnungen von USB Trasporti und die Hinweise der Verbraucherverbände auf Risiken einzelner Linien. Offen bleibt, in welchem Tempo die zugesagten Mittel tatsächlich fließen und ob die organisatorischen Anpassungen reichen, um die strukturellen Defizite der AMT nachhaltig zu beheben. Kurzfristig bestehen Störungsrisiken, falls Zahlungs- und Lieferkettenprobleme anhalten. Mittelfristig hängt die Stabilisierung von der wirksamen Umsetzung der beschlossenen Finanz- und Governance-Maßnahmen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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