Die Gemeinde Ameglia hat die Regione Liguria aufgefordert, kurzfristig einen interinstitutionellen Koordinationstisch (tavolo tecnico) zur Räumung und Sicherung der Strände an der Magra-Mündung einzuberufen. Auslöser ist umfangreiches Treibgut aus Holz und anderem Material, das nach starken Niederschlägen und hohem Seegang Ende August an den Küstenabschnitt bei Fiumaretta und am Unterlauf der Magra (foce del Magra) angespült wurde. Laut Gemeindeverwaltung sind freie Strände und Uferabschnitte betroffen; die Nutzung war zeitweise eingeschränkt.
Die Gemeinde begründet den Vorstoß mit dem Bedarf an abgestimmtem Handeln über Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Benannt werden die Koordination von Einsatzkräften der Kommune und der Provinz La Spezia, die Einbindung der Capitaneria di Porto sowie – falls nötig – weiterer staatlicher Stellen. Ziel ist eine einheitliche Gefahreneinschätzung, die Festlegung sicherer Entsorgungswege und die zügige, rechtssichere Räumung der betroffenen Flächen. Nach Angaben aus dem Rathaus haben vor Ort eingesetzte Bagger und Traktoren erste Barrieren und größere Ansammlungen entfernt; die Ursachenlage mit Zufluss aus dem Oberlauf der Magra erfordere jedoch eine überörtliche Betrachtung.
Als vorrangig nennt Ameglia die Sicherung und Räumung der spiagge libere, die vorübergehende Lagerung des Materials außerhalb der Badezonen und anschließend die Abfuhr durch vertraglich zuständige Unternehmen. Geprüft wird zudem, ob in Teilbereichen befristete Anpassungen des Baderechts notwendig sind. Ob ein formaler Notstandsrahmen auf regionaler oder nationaler Ebene beantragt werden muss, soll der Koordinationstisch klären; über eine solche Entscheidung liegt aktuell keine Mitteilung vor.
Regionale Präfektur- und Küstenschutzbehörden setzen in vergleichbaren Lagen in Ligurien regelmäßig tavoli tecnici ein, um Sicherungs-, Reinigungs- und Wiederherstellungsarbeiten zu bündeln. Aus Sicht der Gemeinde Ameglia schafft ein von der Regione Liguria moderiertes Verfahren klare Zuständigkeiten und beschleunigt die Umsetzung vor Ort. Umweltverbände und Fachämter wurden in die Lageeinschätzung einbezogen; konkrete Mengen- oder Kostenschätzungen liegen bislang nicht vor.
Der betroffene Küstenabschnitt an der Grenze zu Toscana ist wiederholt von Treibgut nach Unwettern betroffen. Die Gemeinde verweist darauf, dass kurzfristige Räumungen allein das Problem nicht lösen. Mittel- und langfristig seien Maßnahmen zum Sediment- und Holzrückhalt im Einzugsgebiet der Magra sowie eine bessere Vorsorge vor Starkregenfolgen zu prüfen. Über den Zeitpunkt des anvisierten tavolo tecnico der Regione Liguria wurde noch nichts bekanntgegeben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).