Wirtschaft

Welt-Büffelkongress tagt vom 28. bis 30. Oktober in Sorrent

Italien richtet vom 28. bis 30. Oktober 2026 den 14. World Buffalo Congress in Sorrent aus. Im Fokus stehen Genetik, Tierwohl, Rückverfolgbarkeit und die Mozzarella-Wertschöpfungskette.

Vom 28. bis 30. Oktober 2026 richtet Italien den 14. World Buffalo Congress in Sorrent aus. Hauptorganisatorin ist die Università Federico II in Neapel, unterstützt vom Consorzio per la Tutela della Mozzarella di Bufala Campana und dem Istituto Zooprofilattico Sperimentale del Mezzogiorno. Tagungsort ist das Hilton Sorrento Palace. Die Veranstalter nennen als Schwerpunkte Genetik, Fütterung, Tierwohl, Umweltwirkung, Rückverfolgbarkeit und Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette der Büffelhaltung.

Als aktueller Anlass gelten die finalen Programminformationen und die Bestätigung des Zeitraums Ende Oktober 2026. Nach Angaben der Organisatoren sind Hunderte wissenschaftliche Beiträge aus mehr als zwanzig Ländern eingereicht worden. Das unterstreicht die internationale Reichweite eines Segments, das in Italien über die geschützte Herkunftsbezeichnung Mozzarella di Bufala Campana eine hohe Sichtbarkeit besitzt.

Neben den wissenschaftlichen Sitzungen ist eine Buffalo Tour geplant, bei der Delegationen Betriebe in der Region Campania besuchen. Damit verknüpfen die Ausrichter Forschungsergebnisse mit praktischen Produktionsabläufen, etwa bei Melktechnik, Hygienemanagement, Sensorik und Präzisionslandwirtschaft. Aussagen über konkrete Teilnehmerzahlen, Publikationsumfänge oder politische Beschlüsse werden erst nach dem Kongress erwartet; die beteiligten Institutionen kündigen an, Ergebnisse und Kooperationen im Nachgang zu veröffentlichen.

Für die italienische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft besitzt das Treffen überregionale Bedeutung. Zwar ist der Anteil der nationalen Büffelbestände am Weltbestand begrenzt, doch die Spezialisierung in Zucht und Verarbeitung – insbesondere für die Mozzarella di Bufala Campana – gilt als technologisch führend und exportrelevant. Fachvertreter verbinden mit dem Kongress die Erwartung, dass Innovationen wie automatisierte Melksysteme, verbesserte Tierwohlindikatoren und lückenlose digitale Rückverfolgbarkeit schneller in die Breite diffundieren. Diese Einschätzungen sind den Branchenakteuren zugeschrieben und keine amtlichen Prognosen.

Der Kongress kehrt damit nach Italien zurück, fast zwei Jahrzehnte nach der letzten Auflage im Land. Die Programmpunkte richten sich an Forscherinnen und Forscher, Tierärzte, Züchter, Verarbeiter und Kontrollinstitutionen. Eine Debatte über die ökologische Bilanz der Büffelhaltung soll Fragen der Wasser- und Flächennutzung, Methanemissionen und regionale Ökosysteme mit einbeziehen. Ob daraus verbindliche Leitlinien oder freiwillige Branchenstandards hervorgehen, ist offen und hängt von den Beschlüssen der beteiligten Verbände und Forschungseinrichtungen ab.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk