Die sterblichen Überreste der vier in Bosnien und Herzegowina getöteten Italiener werden am heutigen 2. November in Rom-Ciampino erwartet. Das bestätigten das Ministerium der Verteidigung und nationale Medien am Sonntag. Geplant sind die Ankunft zur Tagesmitte und ein protokollarischer Empfang mit militärischen Ehren.
Der Absturz ereignete sich am 29. Oktober während einer Übung im Rahmen der Mission EUFOR Althea. Nach bisherigen Angaben war ein Transporthubschrauber vom Typ CH-47 Chinook beteiligt. Vier Angehörige der italienischen Kontingente kamen ums Leben, mehrere weitere Personen wurden verletzt und medizinisch versorgt. Die italienischen Streitkräfte und die Mission EUFOR Althea bestätigten das Ereignis; zur Ursache laufen Ermittlungen.
Nach Angaben der Behörden werden in Rom Trauerzeremonien vorbereitet. Vertreter des Ministeriums der Verteidigung und anderer staatlicher Stellen wollen den Rücktransport begleiten. Aus Regierungskreisen wurden Anteilnahme und Anerkennung für den Dienst der Verstorbenen bekundet. Details zu weiteren Ehrungen in den Heimatorten sollen nach der Überführung bekanntgegeben werden.
Zur Klärung der Absturzursache haben die italienischen Stellen eine umfassende technische Untersuchung angekündigt. Ermittler werten verfügbare Videoaufnahmen, Funksprüche und Wartungsunterlagen aus. Hinweise aus Augenzeugenberichten, wonach der Hubschrauber kurz vor dem Unglück Bodenkontakt gehabt haben soll, werden geprüft. Verlässliche Aussagen zu technischen oder menschlichen Faktoren liegen bislang nicht vor; vorläufige Bewertungen wurden von den zuständigen Stellen ausdrücklich vermieden.
EUFOR Althea bestätigte die Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden. Die Mission steht unter Mandat der Vereinten Nationen und dient der Stabilisierung in Bosnien und Herzegowina. Anpassungen des Flugbetriebs oder der Ausbildungsabläufe wurden bis zum Abschluss der Untersuchungen nicht angekündigt. Entscheidungen über mögliche Konsequenzen sollen nach Vorlage der Befunde getroffen werden.
Der Unfall hat in Italien eine erneute Debatte über Einsatzrisiken, Ausbildung und Flugsicherheit angestoßen. Fachleute verweisen darauf, dass der CH-47 Chinook zum Standardgerät der Heeresflieger gehört und in internationalen Missionen routinemäßig eingesetzt wird. Konkrete Schlüsse für Wartung, Verfahren oder Einsatzprofile sind jedoch erst nach dem technischen Abschlussbericht zu erwarten. Bis dahin bleibt der Schwerpunkt der Behörden auf der Rückführung, der Betreuung der Angehörigen und der Sicherung der Beweismittel.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).