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Veneto-Export in den Nahen Osten bricht um 23,2 Prozent ein

Confartigianato meldet im August 2026 für das Veneto ein Minus von 23,2 Prozent beim Export in den Nahen Osten; besonders betroffen sind Branchen mit vielen Mikro- und Kleinstunternehmen.

Eine neue Auswertung von Confartigianato aus dem August 2026 beziffert den Rückgang der Ausfuhren des Veneto in den Nahen Osten auf 23,2 Prozent in jenen Branchen, in denen viele Mikro- und Kleinstunternehmen tätig sind. Betrachtet wurden die Monate März bis Juni 2026, die laut Verband die ersten vier Kriegsmonate mit gravierenden Marktstörungen markieren. Für ganz Italien summiert Confartigianato die Exporteinbußen in dieser Zeit auf rund 2,2 Milliarden Euro, wovon ein erheblicher Anteil auf das stark exportorientierte Veneto entfällt.

Die Verbandsanalyse nennt als Hauptursachen die Unterbrechung von Lieferketten, stark gestiegene Fracht- und Versicherungskosten auf See- und Luftwegen sowie eine spürbar schwächere Nachfrage in Zielländern der Region. Besonders betroffen sind Mode und Accessoires (Textil, Bekleidung und Lederwaren), Holz und Möbel, Nahrungsmittelverarbeitung sowie Teile der Metallverarbeitung. In diesen Bereichen sind viele kleinere Werkstätten und spezialisierte Zulieferer aktiv, die wegen knapper Liquidität und begrenzter Lager- und Diversifikationsmöglichkeiten Preisspitzen und Auftragsausfälle schlechter abfedern können als größere Industrieunternehmen.

Innerhalb des Veneto zeigen sich deutliche Unterschiede. In exportstarken Provinzen wie Vicenza und Teilen von Treviso registrieren die Verbände die ausgeprägtesten Rückgänge, während im Hafen- und Logistikumfeld der Provinz Venedig dank Alternativrouten und vorhandener Lagerkapazitäten etwas stabilere Werte gemeldet werden. Einheitliche amtliche Stützungsmaßnahmen speziell für diese Exportrelation liegen laut aktuellem Stand nicht vor.

Branchenvertreter fordern kurzfristige Hilfen, darunter zinsverbilligte Liquiditätslinien, Exportkreditgarantien, zielgenaue Zuschüsse für Transport- und Versicherungskosten sowie Programme zur Markterschließung in weniger betroffenen Regionen. Zugleich warnen sie vor mittel- bis langfristigen Risiken für Wertschöpfungsketten: Verlieren kleine Zulieferer in Schlüsselsparten dauerhaft Marktanteile, könnte die regional verankerte Spezialisierung des Veneto Schaden nehmen.

Die Zahlen und Einschätzungen stammen aus den jüngsten Veröffentlichungen von Confartigianato sowie begleitenden regionalen Berichten. Konkrete Prognosen über die weitere Entwicklung vermeiden die Autoren angesichts der unsicheren Sicherheitslage und der volatilen Logistikpreise. Fest steht: Die dichte Struktur von Mikro- und Kleinstunternehmen, lange eine Stärke des Veneto im Exportgeschäft, macht Teile der Wirtschaft in geopolitischen Schocks besonders verwundbar. Politische und privatwirtschaftliche Gegenmaßnahmen zielen daher auf Risikostreuung, Effizienz bei Transport und Finanzierung und den Ausbau widerstandsfähiger Lieferbeziehungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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