Am 19. September 2026 stellt die Valle Camonica ihre Bewerbung als Italienische Kulturhauptstadt 2029 offiziell vor. Bei einer öffentlichen Veranstaltung in Capo di Ponte präsentiert die Comunità Montana di Valle Camonica das fertige Dossier; die Einreichungsfrist beim Ministero della Cultura endet am 23. September 2026. Der Termin markiert den Abschluss der lokalen Erarbeitungsphase und den Übergang in das nationale Auswahlverfahren.
Die Träger vor Ort betonen das besondere kulturelle Profil des lombardischen Tals. Zentraler Bezugspunkt sind die prähistorischen Felsritzungen, die 1979 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurden. 2029 würde sich die fünfzigjährige Erinnerung an diese Anerkennung bieten, die nach dem Konzept der Initiatoren programmatisch aufgegriffen werden soll. Die Bewerbung ist als „diffuses“ Vorhaben angelegt: Sie will die 40 Gemeinden der Talebene einbinden und Kultur, Handwerk, Landschaft und nachhaltige Mobilität miteinander verknüpfen. Angaben zu Finanzierung, beteiligten Einrichtungen und konkreten Programmlinien sollen im Dossier detailliert enthalten sein.
Das Verfahren folgt der landesweiten Ausschreibung des Ministero della Cultura für den Titel Capitale italiana della Cultura 2029. Nach der vorangegangenen Interessenbekundung müssen die Bewerber ein vollständiges Dossier mit Projekten, Governance, Zeitplan und Wirtschaftsplan vorlegen. Laut Ministerium sind derzeit 17 Bewerbungen registriert; die Liste wird im Zuge der Frist fortgeschrieben. Über die nächsten Schritte des Auswahlprozesses entscheidet das Kulturministerium auf Basis der eingereichten Unterlagen.
Für die Region wären mit einer erfolgreichen Kür über die kurzfristige Aufmerksamkeit hinaus strukturelle Effekte verbunden: zusätzliche Förderchancen, eine stärkere touristische Nachfrage und Anreize für Investitionen in Infrastruktur und Kulturinstitutionen. Zugleich bleiben zentrale Fragen, die im Bewertungsverfahren Gewicht haben: belastbare Finanzierungszusagen, realistische Kapazitäten für die Durchführung eines mehrjährigen Programms und die systematische Einbindung der lokalen Bevölkerung. Verbindlich terminiert sind die öffentliche Präsentation in Capo di Ponte am 19. September 2026 und die ministerielle Frist am 23. September 2026; weitere Entscheidungen liegen beim Ministero della Cultura.
Die Bewerbung wird von der Comunità Montana di Valle Camonica koordiniert und von Stellen in der Region Lombardia unterstützt. Sie steht in der Tradition regionaler Bündnisse, die zuletzt auch überregional Beachtung fanden. Das Ergebnis des Wettbewerbs entscheidet sich jedoch erst im nationalen Verfahren, das alle eingereichten Dossiers nach einheitlichen Kriterien prüft.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).