Gesundheit

Spallanzani und Sacco vereinbaren Fünfjahreskooperation gegen Infektionskrankheiten

Am 28. Oktober 2026 haben das Spallanzani in Rom und die ASST Fatebenefratelli Sacco in Mailand ein fünfjähriges Rahmenabkommen für Prävention, Überwachung, Diagnostik und Forschung bei Infektionskrankheiten geschlossen.

Am 28. Oktober 2026 haben das Istituto Nazionale per le Malattie Infettive Lazzaro Spallanzani in Rom und die ASST Fatebenefratelli Sacco in Mailand ein fünfjähriges Rahmenabkommen zur Zusammenarbeit bei Infektionskrankheiten unterzeichnet. Ziel ist es, Prävention, Surveillance, Diagnostik, klinische Versorgung, Forschung und Ausbildung systematisch zu vernetzen und die Reaktionsfähigkeit im Fall biologischer Gefahrenlagen zu erhöhen.

Die Institute kündigen an, Diagnostik- und Behandlungsprotokolle zu harmonisieren, Fallabklärungen enger abzustimmen und gemeinsame Evaluationsstudien aufzusetzen. Geplant sind außerdem Fortbildungsprogramme für medizinisches Personal sowie strukturierte Austauschformate, um Expertise rasch zwischen Rom und Mailand verfügbar zu machen. Konkrete Finanzzusagen, Personalumfänge oder detaillierte Projektfahrpläne sind in den öffentlich zugänglichen Unterlagen noch nicht ausgewiesen und sollen in nachgelagerten Vereinbarungen präzisiert werden.

Nach Angaben der Einrichtungen sollen Andrea Gori vom Ospedale Luigi Sacco und Andrea Antinori vom Spallanzani zentrale Projekte koordinieren – darunter Vorhaben zur Surveillance, zur Verbesserung der Diagnostik und zur Vorbereitung auf Ausbruchsszenarien. Die Auswahl der ersten Schwerpunkte und messbarer Ergebnisindikatoren steht noch aus und wird zwischen den Partnern und gegebenenfalls den regionalen Gesundheitsbehörden abgestimmt.

Der Schritt fügt sich in breitere nationale Bemühungen, die Infektiologie in Italien stärker zu vernetzen. In den vergangenen Monaten wurden vermehrt Kooperationsformate gefördert, etwa zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen und zur Vorbereitung auf hämorrhagische Fieber. Das Spallanzani gilt seit Jahren als Referenzzentrum für hochinfektiöse Erkrankungen und übernimmt häufig koordinierende Aufgaben bei der Bewertung akuter Infektionslagen. Die ASST Fatebenefratelli Sacco ist in der Lombardei ein zentraler Akteur für die Versorgung und Forschung zu Infektionskrankheiten.

Mit dem Abkommen entsteht eine formelle Achse zwischen zwei der profiliertesten Infektionszentren des Landes. Kurzfristig versprechen sich die Häuser kürzere Wege bei Rückfragen zu Verdachtsfällen und klarere Abläufe für gemeinsame klinische Studien. Mittel- bis langfristig könnte die Kooperation als Modell für weitere regionale Vernetzungen dienen und Schwachstellen eines fragmentierten Systems adressieren. Ob dies gelingt, hängt von der operativen Ausgestaltung ab: Vereinheitlichte Prozesse, definierte Qualitätskriterien, transparente Datennutzung und verlässliche Budgets werden entscheidend sein. Der aktuelle Nachrichtenanlass ist die Unterzeichnung am 28. Oktober 2026; weitergehende Inhalte bleiben bis zu den angekündigten Folgevereinbarungen offen.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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