Kultur

Sizilien eröffnet erste Giornata del Paesaggio Vitivinicolo Italiano am 20. Oktober

Am 20. Oktober 2026 startet in Sizilien die erste landesweite Giornata del Paesaggio Vitivinicolo Italiano, koordiniert von Iter Vitis mit Auftakt in Sambuca di Sicilia und Aktivitäten auf Pantelleria.

In Italien beginnt am 20. Oktober 2026 die erste Giornata del Paesaggio Vitivinicolo Italiano. Die von Iter Vitis koordinierte Aktionswoche läuft bis 25. Oktober mit einem Schwerpunkt in Sizilien. Der Auftakt ist in Sambuca di Sicilia vorgesehen, mit Veranstaltungen im Palazzo Panitteri; ergänzende Aktivitäten sind auf Pantelleria angekündigt. Der Stichtag verweist auf den 20. Oktober 2000, den Tag der Unterzeichnung der Europäischen Landschaftskonvention in Florenz.

Ziel der neuen Initiative ist es, die Weinlandschaften als kulturelles, ökologisches und wirtschaftliches Gut sichtbar zu machen. Das Programm umfasst Führungen, Unterrichtsangebote, Seminare, Wanderungen und Verkostungen. Es richtet sich an Kommunen, lokale Erzeuger, Tourismusakteure, Universitäten und Verbände. Nach Angaben der Organisatoren sollen Netzwerke gestärkt, Biodiversität gefördert und nachhaltiger Tourismus in Weinbaugebieten unterstützt werden. Die Teilnahme ist dezentral organisiert: Lokale Träger melden Formate an, nutzen eine gemeinsame visuelle Kennzeichnung und werden gebeten, Ergebnisse für eine zentrale Dokumentation bereitzustellen.

Die inhaltliche Klammer bildet die Vielfalt der italienischen Weinlandschaften: von den Terrassen am Ätna und den Hängen der Nebrodi bis zu den mit Trockenmauern eingefassten Reben auf Pantelleria. Bereits im Sommer 2026 legten Treffen und Kooperationsvereinbarungen, unter anderem zwischen Pantelleria und Barolo, organisatorische Grundlagen für die erste Ausgabe. Beteiligt sind regionale Enotheken, die Federazione Italiana Strade del Vino sowie wissenschaftliche Partner, die etwa mit Vorträgen und Exkursionen die Vermittlung vertiefen.

Rechtlich und politisch ist die Giornata als zivilgesellschaftlicher Impuls angelegt. Sie knüpft an die Europäische Landschaftskonvention an, die auf Schutz, Pflege und Planung der Landschaft sowie auf Sensibilisierung der Öffentlichkeit abzielt. Konkrete staatliche Schutzverpflichtungen oder neue Förderzusagen sind in den vorliegenden Programmunterlagen nicht ausgewiesen. Kurzfristig sind lokale Bildungs- und Vermittlungsangebote zu erwarten; mittelfristig könnten vernetzte Projekte für Herkunftsschutz und Tourismus entstehen. Ob daraus rechtlich verbindliche Maßnahmen für Weinlandschaften folgen, hängt von späteren politischen Entscheidungen und Finanzierungen ab.

Die Veranstalter betonen, dass die Giornata jährlich am 20. Oktober wiederkehren soll. Für die erste Ausgabe wird Sizilien als Taktgeber positioniert, während weitere Regionen mit eigenen Programmpunkten anschließen. Der Auftakt in Sambuca di Sicilia und die geplanten Formate auf Pantelleria sollen den kulturellen und landschaftlichen Wert der Reblandschaften exemplarisch zeigen und lokale Akteure enger miteinander verbinden.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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