Gesellschaft

Rovereto: 118 Notfallpsychologen trainieren beim 18. Campo scuola

In Rovereto üben 118 Notfallpsychologinnen und -psychologen aus ganz Italien vom 2. bis 4. Oktober den Einsatz in Krisenlagen und testen neue Bewertungsinstrumente.

In Rovereto hat am 2. Oktober das 18. Campo scuola der Notfallpsychologie begonnen. Bis 4. Oktober trainieren im Centro di Addestramento della Protezione Civile in Marco di Rovereto 118 Psychologinnen und Psychologen aus ganz Italien, davon rund 50 aus der Provinz Trient. Die Provincia autonoma di Trento und regionale Medien berichten übereinstimmend über den Auftakt und die Schwerpunkte der diesjährigen Fortbildung.

Die Organisatoren, darunter Psicologi per i Popoli – Trentino in Zusammenarbeit mit der Protezione Civile der Provinz, stellen beim diesjährigen Durchgang methodische Weiterentwicklungen in den Mittelpunkt. Erstmals wird ein System von Indikatoren erprobt, mit dem psychologische Interventionen in Akut- und Notsituationen strukturiert bewertet werden können. Ziel ist es, Wirksamkeit, Kontinuität der Begleitung und Schnittstellen zu Gesundheits- und Sozialdiensten messbarer und vergleichbar zu machen.

Nach Angaben der Veranstalter wurden bis zum 30. September 2026 insgesamt 77 Einsätze geleistet, zudem neun Debriefings für Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergrettung sowie 35 Unterstützungen bei Übungen und größeren Veranstaltungen. Diese Zahlen wurden in der Mitteilung der Provinz und in mehreren regionalen Berichten genannt. Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Behörden und Einsatzleitungen hoben bei der Eröffnung die Bedeutung psychosozialer Unterstützung „in den schwierigsten Momenten“ hervor; diese Würdigungen sind als zugeschriebene Aussagen zu werten.

Für die öffentliche Hand und die freiwilligen Strukturen in Trentino-Südtirol ergeben sich aus den Arbeiten beim Campo scuola praktische Konsequenzen: Standardisierte Bewertungsinstrumente könnten die feste Verankerung psychologischer Angebote in regionalen Notfall- und Alarmplänen erleichtern, Zuständigkeiten in der Akutphase klarer ordnen und die Übergabe an nachsorgende Dienste strukturieren. Fachlich betont die Fortbildung die Notwendigkeit robuster regionaler Netze – etwa der Kooperation mit dem Centro Salute Mentale Rovereto und der Azienda Provinciale per i Servizi Sanitari – um Betroffene nach dem Erstkontakt verlässlich weiter zu versorgen.

Die Veranstaltung kombiniert realitätsnahe Übungen mit Fachlaboren und Reflexionsmodulen. Der Ansatz folgt einer doppelten Linie: praxisnahes Training für den Einsatz vor Ort und gleichzeitige Evaluation der eigenen Arbeitsweise. Damit zielt das Campo scuola auf eine bessere Anschlussfähigkeit der Notfallpsychologie an Rettungsdienst, Zivilschutz und Krankenhausstrukturen in Trient und darüber hinaus. Die berichteten Daten, Programmpunkte und Zitate stammen aus der offiziellen Mitteilung der Provincia autonoma di Trento sowie aus Berichten von Rai TGR Trento und regionalen Tageszeitungen vom 2. und 3. Oktober 2026. Einschätzungen zu möglichen Folgen sind als Analyse gekennzeichnet und vom berichteten Tatsachenkern zu trennen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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