Vom 17. bis 20. September 2026 richtet Rom die vierte Ausgabe von Cinema in Verde aus, einem internationalen Filmfestival zur sozialen und ökologischen Dimension der Klimakrise. Spiel- und Dokumentarfilme, Gespräche mit Fachleuten sowie Kurzfilme junger Regisseurinnen und Regisseure stehen im Mittelpunkt. Die Eröffnung und Vorführungen finden unter freiem Himmel auf der Piazza Vittorio Emanuele II statt, weitere Programmpunkte im Nuovo Teatro Ateneo der Sapienza Università di Roma. Den Abschluss bildet am 20. September die Verleihung des Ginkgo d’Oro 2026.
Veranstaltet wird Cinema in Verde von der Agentur Silverback gemeinsam mit dem Polo Museale Sapienza Cultura. Unterstützt wird das Festival von Roma Capitale, vertreten durch das Assessorat für Landwirtschaft, Umwelt und Abfallwirtschaft sowie das Assessorat für Kultur. Die Organisatoren kündigen sechs internationale, in Italien bislang nicht gezeigte Langfilme an, ergänzt um zahlreiche Dokumentarfilme und Diskussionsrunden mit Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Filmschaffenden. Thematisch geht es um konkrete Klimafolgen, den Verlust der Biodiversität und Fragen der Umweltgerechtigkeit in besonders betroffenen Regionen.
Mit der Wahl zentraler, öffentlich zugänglicher Orte zielt das Festival auf eine breite Beteiligung der Stadtgesellschaft. Die Piazza Vittorio Emanuele II verbindet Kinoerlebnis und städtischen Raum; damit soll die Auseinandersetzung mit Klima- und Umweltfragen sichtbar und niedrigschwellig werden. Die Zusammenarbeit mit der Sapienza Università di Roma und zivilgesellschaftlichen Partnern soll die Brücke zwischen Forschung, Kultur und Bürgerschaft schlagen.
Über Besucherzahlen oder das Fördervolumen liegen bislang keine amtlich bestätigten Angaben vor. Die Organisatoren betonen indes den internationalen Charakter der Filmauswahl und die Perspektiven von Gemeinschaften, deren Lebensgrundlagen durch Erderwärmung, Entwaldung oder Ressourcenabbau bedroht sind. Die Verleihung des Ginkgo d’Oro 2026 rückt Arbeiten in den Vordergrund, die soziale und ökologische Belange verbinden.
Für die römische Kulturpolitik bietet Cinema in Verde die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsziele mit einer öffentlichkeitswirksamen Plattform zu verknüpfen. Zugleich fügt sich das Festival in eine wachsende Zahl europäischer Kulturformate ein, die Klima- und Umweltfragen jenseits klassischer Konferenzen verhandeln. Ob und inwieweit daraus konkrete politische Impulse in Rom entstehen, bleibt offen; die Verantwortlichen setzen zunächst auf Sichtbarkeit, Austausch und den Zugang zu verlässlichen Informationen für ein breites Publikum.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).