Am 30. September 2026 sind im Chinggis Khaan Museum in Ulaanbaatar zwei Bronzen des mongolischen Bildhauers und religiösen Führers Öndör Gegeen Zanabazar (1635–1723) der Öffentlichkeit präsentiert worden. Die Werke waren zuvor in Italien zu sehen und kehren nun, als Leihgaben der Galleria Borghese, in einen mongolischen Kontext zurück. Zur Eröffnung erschienen Vertreterinnen und Vertreter des mongolischen Kulturministeriums, die Direktion der Galleria Borghese sowie die Italienische Botschaft in Ulaanbaatar.
Die Leihe umfasst eine Figur der Grünen Tara sowie ein bronzenes Selbstbildnis Zanabazars auf dem Thron. Beide Stücke wurden vom 20. Januar bis 22. Februar 2026 im Eingangsbereich der Galleria Borghese in Rom gezeigt und anschließend vom 27. Februar bis 7. April 2026 im MAO Museo d’Arte Orientale in Turin. Die Präsentationen waren Teil eines koordinierten Ausstellungs- und Forschungsprogramms, das konservatorische Anforderungen, wissenschaftliche Begleitung und öffentliche Vermittlung miteinander verknüpft.
Für Italien unterstreicht das Projekt die internationale Ausrichtung der Galleria Borghese, die ihr Jahresprogramm 2026 ausdrücklich mit Kooperationen jenseits Europas verband. Für die Mongolei stärkt der Zugang zu zentralen Werken Zanabazars die Sichtbarkeit des nationalen Kulturerbes an einem führenden Haus in Ulaanbaatar. Diplomatisch gilt die Leihe als Beitrag zu den bilateralen Beziehungen: Offizielle Verlautbarungen der Italienischen Botschaft in Ulaanbaatar und der Museumsleitungen betonen den symbolischen Charakter eines „historischen Brückenschlags“ zwischen beiden Ländern. Diese Zuschreibungen sind als Bewertungen der beteiligten Institutionen zu werten.
Gesichert ist, dass die vertraglichen Leihmodalitäten – einschließlich Versicherung, Transport und Zustandskontrollen – professionellen Standards folgen; detaillierte Einzelkonditionen wurden in den öffentlichen Mitteilungen nicht offengelegt. Klar benannt sind dagegen die konservatorischen Auflagen, die als Voraussetzung der Reise und Präsentation der Bronzen dienten.
Über den unmittelbaren Ausstellungsanlass hinaus werden Folgeeffekte erwartet: Die Häuser kündigen vertiefte wissenschaftliche Zusammenarbeit, mögliche Austauschformate sowie eine breitere Rezeption zentralasiatischer Kunst in europäischen Museen an. Solche Vorhaben bleiben an künftige, konkrete Ankündigungen gebunden. Unstrittig ist die heute hergestellte Verbindung: Eine führende italienische Sammlung und ein bedeutendes mongolisches Museum setzen mit der Eröffnung in Ulaanbaatar ein sichtbares Zeichen kulturpolitischer Kooperation.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).