Kultur

Rom eröffnet Pontormo-Ausstellung in den Scuderie del Quirinale

In Rom ist am 9. Oktober 2026 die große Pontormo-Schau eröffnet worden. Staatspräsident Sergio Mattarella war bei der Eröffnung, PwC Italia unterstützt das Projekt.

In den Scuderie del Quirinale in Rom ist am 9. Oktober 2026 die monografische Ausstellung „Pontormo. La Maniera Italiana“ eröffnet worden. Sie läuft bis zum 7. Februar 2027 und versammelt laut Veranstaltern rund 130 Werke, darunter über 80 Arbeiten des florentinischen Malers Jacopo da Pontormo (1494–1557). Staatspräsident Sergio Mattarella nahm an der Vorbesichtigung und Eröffnung teil.

Betreiber der Scuderie ist Ales – Scuderie del Quirinale. Partner der Schau sind die Gallerie degli Uffizi; den Katalog verantwortet Electa. Kuratorin ist Cristina Acidini, wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Elena Capretti, Philippe Costamagna, Bruce Edelstein und Carlo Falciani. Zu den Leihgebern zählen internationale Museen: der Louvre, die National Gallery London, das Metropolitan Museum of Art und das Getty Museum in Los Angeles. Damit entsteht eine der umfangreichsten Präsentationen zu Pontormo außerhalb von Florenz.

Pontormo gilt als Schlüsselfigur auf dem Weg vom Ideal der Hochrenaissance zur Manier. Die Ausstellung will diese Entwicklung mit zentralen Gemälden und Zeichnungen nachzeichnen und zugleich die Wirkungsgeschichte bis in die Moderne verdeutlichen. Die Hängung verfolgt einen chronologischen und thematischen Zugriff; die Kuratoren betonen, dass der Dialog zwischen Hauptwerken und Studienblättern neue Lesarten ermöglicht. Diese Zielsetzung ist eine programmatische Aussage der Ausrichter.

Organisatorisch stützt sich das Vorhaben auf eine breite institutionelle Kooperation. Notwendige Genehmigungen für Ausfuhren und Versicherungen hochrangiger Leihgaben wurden von zuständigen staatlichen Stellen erteilt. Die Scuderie positionieren die Schau als ein nationales Kooperationsprojekt, das öffentliche Museen und private Partner zusammenführt.

Als Förderer tritt PwC Italia auf. Das Unternehmen ordnet sein Engagement der Initiative „PwC per la cultura“ zu und sieht die Unterstützung als Fortsetzung früherer Kulturprojekte. Die Angaben zum Sponsoring stammen aus offiziellen Mitteilungen des Unternehmens und der Veranstalter.

Für die Museumslandschaft in Italien ist die Retrospektive in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Kurzfristig dürfte sie zusätzliche Besucherströme nach Rom lenken; zugleich schärft sie die Debatte über die Rolle privater Finanzierungen bei großen Ausstellungen. Aussagen zu Besucherzahlen und wirtschaftlichen Effekten liegen bislang nicht vor; Prognosen darüber bleiben Spekulationen und werden hier nicht getroffen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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