An der Mittelschule Giovanni Verga im römischen Stadtteil Centocelle hat am 18. September ein 13-Jähriger eine 66 Jahre alte Lehrerin mit Reizspray attackiert und verletzt. Anschließend stach er der Polizei zufolge mit einem Messer zu. Ein Mitschüler überwältigte den Angreifer und verhinderte weitere Verletzungen. Die Lehrerin wurde medizinisch versorgt; ihr Zustand gilt als stabil. Die Carabinieri sichern Beweismaterial und befragen Zeugen.
Nach Angaben der Ermittler trug der Jugendliche zwei Messer im Rucksack. Er soll Teile des Angriffs mit einer am Kopf befestigten Kamera gefilmt haben. Die Staatsanwaltschaft Rom prüft die Motive und mögliche aufsichtsrechtliche Schritte. Strafrechtlich ist der 13-Jährige nicht verantwortlich; in Italien beginnt die Strafmündigkeit mit 14 Jahren. Die Schule bestätigte den Einsatz und psychologische Unterstützung für Schülerinnen und Schüler.
Der Vorfall löste eine landesweite Diskussion über Sicherheit an Schulen und Prävention aus. Bildungsminister Giuseppe Valditara kündigte verstärkte Kontrollen und die Überprüfung bestehender Leitlinien an. Die römische Schulaufsicht erklärte, Zutrittsregeln, Krisenprotokolle und Meldewege würden in den kommenden Tagen überprüft. Mehrere Schulleitungen verweisen auf den Bedarf an Präventionsprogrammen, Schulsozialarbeit und Fortbildungen zum Umgang mit eskalierenden Situationen.
Zugleich richtet sich der Blick auf soziale Medien. Ermittlungsangaben zum möglichen Filmen der Tat nähren Forderungen nach strengeren Regeln für die Nutzung digitaler Plattformen durch Minderjährige. Fachleute mahnen, überprüfbare Maßnahmen von symbolischer Politik zu trennen: Fakten seien derzeit die gesicherten Abläufe des Angriffs, der Zustand der Lehrerin sowie die laufenden Ermittlungen; offen sei, ob und in welchem Umfang gesetzliche Änderungen folgen.
Der Schüler, der den Angreifer stoppte, ist nach Angaben der Schule in den Unterricht zurückgekehrt. Öffentlich betonte er, kein „Held“ zu sein. Die Schulleitung würdigte umsichtiges Handeln, warnte aber vor Nachahmungsrisiken und plädierte für klare Notfallabläufe. In Rom und im übrigen Lazio beobachten Behörden die Lage und tauschen Informationen mit den Carabinieri aus. Bis zum Abschluss der Ermittlungen konzentrieren sich die Maßnahmen auf Betreuung der Betroffenen, Prüfung der Sicherheitsstandards und die Auswertung digitaler Spuren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).