Wirtschaft

Röchling in Laives kündigt eine Woche Cassa integrazione an

Röchling Automotive Italia stoppt die Produktion in Laives vom 26. bis 31. Oktober 2026. Gewerkschaften warnen vor Folgen für 620 Beschäftigte und die Zulieferkette.

Gewerkschaften haben am 14. Oktober 2026 mitgeteilt, dass Röchling Automotive Italia die Produktion am Standort Laives in der Provinz Bozen für eine Woche aussetzt. Die Cassa integrazione a zero ore ist für den Zeitraum vom 26. Oktober 2026 bis zum 31. Oktober 2026 angekündigt. Nach übereinstimmenden Berichten sind rund 620 Beschäftigte betroffen.

Filctem Cgil, Femca Cisl und Uiltec Uil äußerten in einer gemeinsamen Erklärung Besorgnis über die unmittelbaren Einkommenseinbußen der Belegschaft und die möglichen Folgewirkungen entlang der regionalen Zulieferkette. Die Verbände führen die Maßnahme auf einen anhaltenden Rückgang der Auftragseingänge in der europäischen Automobilbranche zurück und verlangen eine enge Abstimmung mit der Betriebsleitung sowie rasche Abfederungsmaßnahmen für die Beschäftigten.

Röchling Automotive Italia stellt Kunststoffkomponenten für die Automobilindustrie her. Die angekündigte vorübergehende Arbeitsunterbrechung wird mit einer Phase sinkender Volumina bei Zulieferaufträgen begründet. Offizielle Verwaltungsakte zur Cassa integrazione für genau diesen Zeitraum wurden in den vorliegenden Mitteilungen und regionalen Berichten nicht angeführt. Das Unternehmen hat sich öffentlich nicht ausführlich zur Dauer über die nun geplante Woche hinaus geäußert.

Für Südtirol hat die Entscheidung Gewicht: Das Werk in Laives zählt zu den größeren industriellen Arbeitgebern der Region und ist in überregionale Liefernetzwerke eingebunden. Neben den unmittelbaren Ausfällen bei den Lohnersatzleistungen für die betroffenen Haushalte verweisen die Gewerkschaften auf mögliche Kaskadeneffekte bei kleineren Zulieferern und Dienstleistern, etwa durch verschobene Abrufe oder unterbrochene Logistikprozesse.

Die Arbeitnehmervertretungen fordern kurzfristig Transparenz über die Abruflage, einen Runden Tisch mit der Werkleitung und den lokalen Institutionen sowie die Prüfung von Maßnahmen zur Stabilisierung der Auftragslage. Zugleich drängen sie auf mittelfristige Strategien, um Produktion und Beschäftigung in einem schwächeren Branchenumfeld zu sichern. Konkrete Prognosen über eine Verlängerung der Cassa integrazione oder zusätzliche betriebliche Eingriffe liegen derzeit nicht vor.

Die Angaben zu Zeitraum, Größenordnung und Begründung stützen sich auf die am 14. Oktober 2026 veröffentlichten Erklärungen der beteiligten Gewerkschaften sowie auf übereinstimmende regionale Medienberichte. Der aktuelle Anlass ist die Ankündigung der einwöchigen Cassa integrazione; ältere Entwicklungen in der Automobilbranche werden hier als Hintergrund eingeordnet, ohne weitergehende Schlüsse zu unterstellen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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