Polizei & Justiz

Polizei meldet 644 Festnahmen bei landesweiter Aktion gegen Jugendkriminalität

Die Polizia di Stato hat eine zweiwöchige, landesweite Aktion abgeschlossen: 644 Festnahmen, 1.695 Anzeigen und verstärkte Kontrollen an Treffpunkten der Jugendkultur und online.

Die Polizia di Stato hat am 2. November 2026 den Abschluss einer zweiwöchigen, landesweit koordinierten Aktion gegen Jugendkriminalität bekanntgegeben. Nach Behördenangaben wurden 644 Personen festgenommen, darunter 69 Minderjährige. Zudem wurden 1.695 junge Menschen angezeigt. Koordiniert wurde der Einsatz vom Servizio Centrale Operativo; beteiligt waren unter anderem die Squadre Mobili in 106 Provinzen sowie die Reparti Prevenzione Crimine.

Laut den zusammengefassten Zahlen der Polizei wurden 236.138 junge Personen kontrolliert, darunter 23.060 Minderjährige. Die vorgeworfenen Delikte reichen von versuchtem Totschlag und schwerer Körperverletzung über Raub, Erpressung, Diebstahl und Sachbeschädigung bis zu Drogenhandel sowie illegalem Waffenbesitz. Die Maßnahmen konzentrierten sich auf Parks, Bahnhofsbereiche, Einkaufszentren und Orte der movida. In Mailand und dem Umland registrierte die Questura di Milano 54 festgenommene Erwachsene und 25 festgenommene Minderjährige; aus anderen Provinzen wurden einstellige bis zweistellige Fallzahlen gemeldet.

Ein Schwerpunkt lag nach Angaben der Polizei auf der digitalen Ebene: Über tausend Profile in sozialen Netzwerken seien überprüft worden, um Hinweise auf geplante Gewalttaten oder Anstiftungen zu Straftaten auszuwerten. In mehreren Provinzmitteilungen ist von beschlagnahmten Drogen und Waffen die Rede. Lokalbehörden berichteten zudem von Durchsuchungen und ausgesprochenen Daspo, also zeitlich befristeten Aufenthaltsverboten für bestimmte Zonen oder Veranstaltungen.

Die Polizei ordnet die Aktion als präventive und repressive Antwort auf zuletzt registrierte Gewalteskalationen in einzelnen Städten ein. Verantwortliche verweisen auf die enge Verzahnung von Präsenzstreifen und elektronischer Beobachtung sowie auf die abteilungsübergreifende Steuerung durch zentrale und lokale Dienststellen. Verbindliche Detailangaben zu einzelnen Ermittlungsakten veröffentlichten die Behörden bislang nur in aggregierter Form; konkrete Vorwürfe und weitere Schritte liegen bei den zuständigen Staatsanwaltschaften und Questuren.

Strategisch zielt das Vorgehen auf die Unterbindung von Gruppengewalt junger Täter sowie auf Drogenmärkte, die nach Behördeneinschätzung in urbanen Räumen und an Knotenpunkten des Nachtlebens besonders präsent sind. Welche Folgen die Festnahmen und Anzeigen für Strafverfahren, Präventionsarbeit der Kommunen und Sicherheitskonzepte haben werden, lässt sich erst mit dem Fortgang der Ermittlungen und gerichtlichen Entscheidungen absehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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