Gesellschaft

Polizei meldet 644 Festnahmen bei landesweiter Aktion gegen Jugendkriminalität

Die Polizia di Stato hat am 2. November 2026 eine Zwischenbilanz ihrer landesweiten Kontrollen vorgelegt: 644 Festnahmen, 1.695 Anzeigen und mehr als 236.000 überprüfte Personen. Auch in der Provinz Sondrio gab es Schwerpunktkontrollen.

Die Polizia di Stato hat am 2. November 2026 eine Zwischenbilanz einer landesweiten Aktion gegen Jugendkriminalität veröffentlicht. Demnach wurden in den vergangenen zwei Wochen 575 volljährige Beschuldigte und 69 Minderjährige festgenommen oder vorläufig festgesetzt, insgesamt also 644 Personen. Zudem meldeten die Behörden 1.695 Anzeigen. Insgesamt wurden 236.138 Menschen kontrolliert, darunter 23.060 Minderjährige. Die Aktion wurde nach Angaben der Einsatzleitung vom Servizio Centrale Operativo koordiniert und von den Squadre mobili der Questure in ganz Italien durchgeführt.

Im Fokus standen Gewaltdelikte wie Raufhandel und Körperverletzung, Eigentumsdelikte, Drogenhandel sowie unerlaubter Waffenbesitz. Bei Durchsuchungen wurden nach Behördenangaben Betäubungsmittel und mehrere Waffen sichergestellt. Außerdem überwachte die Polizei 1.115 Profile in sozialen Netzwerken; in Einzelfällen wurden Sperrungen beantragt, etwa in der Provinz Turin. Die Polizei weist darauf hin, dass über strafrechtliche Maßnahmen die zuständigen Staatsanwaltschaften entscheiden und alle Eingriffe gerichtlicher Überprüfung unterliegen.

Auch in der Lombardei wurden Schwerpunkte gesetzt. In der Provinz Sondrio identifizierte die Questura 190 Personen und kontrollierte 40 Fahrzeuge. Mehrere Treffpunkte jugendlicher Gruppen wurden überprüft, geringe Mengen Haschisch sichergestellt. Nennenswerte Festnahmen wurden aus Sondrio im Rahmen der landesweiten Aktion zunächst nicht gemeldet; die dortigen Maßnahmen zielten vor allem auf Prävention und Gefahrenabwehr.

Die Zahlen beruhen auf amtlichen Mitteilungen der Polizia di Stato und auf Berichten örtlicher Questure vom 2. November 2026, die von zahlreichen italienischen Medien aufgegriffen wurden. Unterschiede in der Darstellung – teils wird nur die Summe der Festnahmen genannt, teils die Aufschlüsselung nach Volljährigen und Minderjährigen – gehen auf unterschiedliche Gewichtungen in den Kommunikationslinien zurück. Inhaltlich decken sich die Angaben: Es handelt sich um eine koordinierte, zeitlich befristete Kontroll- und Ermittlungsserie in allen Regionen Italiens.

Nach Einschätzung der Polizei dient die Aktion der Verringerung eskalierender Gewalt in öffentlichen Räumen und der Störung krimineller Gruppierungen. Ob und in welchen Fällen daraus Haftbefehle, Anklagen oder Auflagen folgen, ist nun Sache der Strafverfolgungsbehörden vor Ort. Weitere Auswertungen der Maßnahmen stehen aus; mit ergänzenden Zahlen ist zu rechnen, sobald die Questure ihre lokalen Bilanzen fortschreiben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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