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Partito Democratico attackiert Meloni wegen Ex-Ilva und fordert staatlichen Krisenplan

Nach Debatten im Senat am 6. und 7. Oktober wirft der Partito Democratico der Regierung Giorgia Meloni Versäumnisse bei Ex-Ilva in Taranto und Acciaierie d'Italia vor und fordert ein staatlich geführtes Rettungskonzept.

Der Partito Democratico hat in den Senatssitzungen am 6. und 7. Oktober 2026 der Regierung von Giorgia Meloni schwere Versäumnisse in der Stahlpolitik vorgeworfen und einen staatlich geführten Krisenplan für die Ex-Ilva-Standorte verlangt. Als aktuellen Anlass nannte die Opposition den stockenden Kurs bei Acciaierie d'Italia sowie neue Schritte der Exekutive zu einem Sonderdekret für Taranto.

Der Senator Antonio Misiani sprach von einem Scheitern der bisherigen Linie und forderte, der Staat müsse die Führung übernehmen, um industrielle Kontinuität, Arbeitsschutz und Umweltauflagen zu sichern. Graziano Delrio kritisierte Kündigungen und Produktionsstillstände als Zeichen politischer Unentschlossenheit. Beide knüpften ihre Forderungen an die Erwartung, dass das angekündigte Regierungsvorhaben kurzfristig Klarheit über Investitionen, Governance und Haftungsfragen schafft.

Aus Regierungskreisen lagen dem Parlament bis Mittwoch keine abschließenden Eckpunkte vor. RAI News berichtete am 7. Oktober über ein Treffen im Palazzo Chigi zu einem entsprechenden Dekret. Demnach prüft die Exekutive Maßnahmen für die kurzfristige Betriebssicherung in Taranto und die Neuordnung der Trägerschaft. Eine Regierungsbestätigung der inhaltlichen Details stand am Abend aus.

Die Opposition verortet die Krise der Branche über den Einzelfall hinaus. Italien zählt zu den wichtigsten Stahlproduzenten Europas; die Engpässe bei Acciaierie d'Italia belasten Lieferketten in Automobil-, Bau- und Maschinenbauindustrie. Der Partito Democratico argumentiert, ohne klaren staatlichen Rahmen drohten weitere Produktionsausfälle, höhere Importabhängigkeit und ein Abgleiten in teure Notlösungen.

Zugleich verweisen die Senatorinnen und Senatoren auf offene Umwelt- und Gesundheitsthemen rund um den Standort Taranto. Die Verknüpfung eines industriellen Rettungsplans mit verbindlichen Sanierungszielen gilt ihnen als Bedingung für öffentliche Mittel. Konkrete Finanzsummen oder ein Zeitplan wurden in den Debatten nicht beziffert; das Parlament verlangte zunächst Transparenz über Verantwortlichkeiten zwischen Staat, Beteiligungsgesellschaften und privaten Partnern.

Die Regierung Meloni hält bislang an dem Ziel fest, die Produktionsfähigkeit der Werke zu stabilisieren und die Umstellung auf weniger emissionsintensive Verfahren voranzutreiben. Vertreterinnen und Vertreter der Mehrheitsfraktionen warnten in der Vergangenheit vor übereilten Eingriffen in Eigentumsrechte; eine aktuelle Stellungnahme zu den Oppositionsvorwürfen lag dem Senat jedoch noch nicht vor.

Wie substanziell das angekündigte Dekret ausfällt, wird darüber entscheiden, ob kurzfristig Rechtssicherheit und Planungssignale für Beschäftigte, Zulieferer und Abnehmer entstehen. Bis zur Vorlage der Maßnahmen bleibt die Lage der Ex-Ilva in Taranto und damit ein Kernstück der italienischen Stahlindustrie politisch und wirtschaftlich offen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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