Kurzmeldung
Nova Siri, Tursi und Valsinni haben am 23. September 2026 beim italienischen Ministero della Cultura ihr gemeinsames Bewerbungsdossier für den Titel Capitale italiana della cultura 2029 eingereicht. Nova Siri tritt als federführende Gemeinde auf; das Projekt trägt den Namen „Voci di Paesaggio – Dal mare ai calanchi, esperienze di viaggio lungo il Sinni“ und will die jonische Küstenzone mit den Flusstälern und Hügellandschaften der Basilicata kulturpolitisch verknüpfen. Die drei Kommunen betonen in ihrer Einreichung die Verbindung von Archäologie, literarischen Traditionen, Küstenerbe und dem Landschaftsbild der Calanchi als thematischen Kern des Programms.
Nach dem vom Ministero della Cultura veröffentlichten Verfahren prüft eine vom Ministerium eingesetzte Jury die fristgerecht eingegangenen Dossiers und formuliert eine Empfehlung; die endgültige Entscheidung trifft der zuständige Minister. Der Sieger erhält eine Auszeichnung verbunden mit Fördermitteln zur Umsetzung des prämierten Kulturprogramms. Offizielle Fristen und formale Vorgaben für den Zyklus 2029 sind in den amtlichen Ausschreibungsunterlagen festgelegt.
Die Bewerbung wird ausdrücklich von der Provincia di Matera unterstützt; zudem bringt die Fondazione Matera Basilicata 2019 Erfahrungen aus dem Jahr 2019 in die Projektplanung ein, wie die Bewerber in ihrer Darstellung anführen. Die drei Gemeinden machen als Ziel geltend, durch die Bündelung regionaler Angebote die kulturelle Zusammenarbeit zu vertiefen, Besucher nachhaltig zu gewinnen und langfristige soziale wie wirtschaftliche Impulse zu setzen.
Der weitere Ablauf sieht zunächst die formale und inhaltliche Prüfung durch die Jury vor; anschließend werden Shortlist und finale Vergabe bekanntgegeben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen keine öffentlichen Bewertungen über die inhaltliche Qualität der Einreichung vor, sodass Aussagen zu Erfolgsaussichten spekulativ wären. Die Kandidatur reiht sich in einen seit einigen Jahren zu beobachtenden Trend ein, bei dem kleinere Städte und Gemeinden Verbünde bilden, um gemeinsame Kulturprogramme zu realisieren und so die regionale Sichtbarkeit zu erhöhen.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).