Wirtschaft

Neue Studie: Italiens Pasta‑Wertschöpfungskette schafft 14,3 Milliarden Euro

The European House – Ambrosetti beziffert für 2024 die Wertschöpfung der erweiterten Pasta‑Kette auf 14,3 Milliarden Euro und den Umsatz auf 24,6 Milliarden Euro.

In Mailand ist am 28. September 2026 eine Branchenstudie vorgestellt worden, die den gesamtwirtschaftlichen Beitrag der italienischen Pasta‑Industrie neu vermisst. Demnach erzeugte die erweiterte Wertschöpfungskette der Pasta im Bezugsjahr 2024 eine Wertschöpfung von 14,3 Milliarden Euro, was rund 0,6 Prozent des italienischen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Der Gesamtumsatz der Kette wird mit 24,6 Milliarden Euro angegeben.

Die Untersuchung „Valore Pasta – Il contributo della filiera dell’industria della pasta per il Made in Italy“ wurde von The European House – Ambrosetti im Auftrag des Branchenverbands Unione Italiana Food erstellt. Sie unterscheidet zwischen direkter, indirekter und induzierter Wertschöpfung. Direkt entfallen 5,2 Milliarden Euro auf die Nudelhersteller. Indirekte Effekte aus Vorleistungen, Logistik, Verpackung und Maschinenbau sowie induzierte Konsumausgaben heben die Summe auf 14,3 Milliarden Euro. Genannt werden 143.000 beteiligte Unternehmen entlang der erweiterten Kette und rund 78.000 Beschäftigte. Die Studie weist zudem Investitionen von etwa 1,6 Milliarden Euro aus.

Zur Produktionsbasis berichtet die Erhebung für 2024 ein Volumen von rund 4,2 Millionen Tonnen Pasta; etwa 60 Prozent davon gingen in den Export. Nach Darstellung der Autoren wuchs der Umsatz der erweiterten Kette im Zeitraum 2015 bis 2025 im Durchschnitt um 5,4 Prozent pro Jahr und damit schneller als die italienische Gesamtwirtschaft. Vertreter von Unione Italiana Food betonten bei der Präsentation, die Ergebnisse lieferten erstmals eine systematische Messung eines bislang meist nur überschlägig bezifferten Beitrags zum Made in Italy.

Die Ergebnisse bestätigen die Rolle der Pasta als Anker des italienischen Agrar‑ und Ernährungssektors. Der ausgewiesene Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung stützt die These, dass politisch flankierte Investitionen entlang der Kette – von Getreide und Mühlen über Maschinenbau bis zu Verpackung und Logistik – überdurchschnittliche Multiplikatorwirkungen haben können. Exportorientierung und Kapazitäten in Verarbeitung und Technik bleiben strategische Stellhebel. Die Studie erhebt selbst keinen Anspruch auf politische Empfehlungen; Aussagen zu möglichen Maßnahmen werden den Autoren und Branchenvertretern zugeschrieben.

Rahmen und Methode sind in den vorliegenden Unterlagen dokumentiert; die Zahlen beziehen sich auf 2024 und wurden am 28. September 2026 in Mailand publiziert. Medienberichte italienischer Wirtschafts‑ und Fachredaktionen haben die Präsentation und die Kerndaten bestätigt. Prognosen über die weitere Entwicklung enthält die Veröffentlichung nicht; sie beschreibt den Status der Wertschöpfungskette zum Stichtag und ordnet ihn im Verhältnis zur gesamtwirtschaftlichen Leistung Italiens ein.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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