Gesellschaft

Neapel ist im Legambiente-Ranking 2026 Schlusslicht bei der Umweltqualität

Legambiente stuft Neapel im heute veröffentlichten Bericht Ecosistema Urbano 2026 auf den letzten Platz. Die Organisation fordert vom Bürgermeister Gaetano Manfredi mehr Tempo, beginnend in den Peripherien.

Legambiente hat am 26. Oktober 2026 den Bericht Ecosistema Urbano 2026 veröffentlicht und Neapel (italienisch Napoli) in der Gesamtauswertung der kommunalen Umweltindikatoren auf den letzten Platz gesetzt. Die Einstufung bezieht sich auf die Performance der italienischen Provinzhauptstädte und fasst Messgrößen zu Luftqualität, Abfallwirtschaft, Grünflächen, Mobilität und kommunalen Dienstleistungen zusammen.

Nach Angaben von Legambiente zeigen die Daten für Neapel strukturelle Defizite in mehreren Politikfeldern. Genannt werden eine schwache Abfallwirtschaft mit zu geringer Getrenntsammlung, Lücken bei der Pflege und Ausweitung von Grünflächen, Belastungen durch Luftschadstoffe an einzelnen Messpunkten sowie Defizite in der Mobilitätsinfrastruktur. In der Auswertung spricht die Organisation von einer „maglia nera“, also dem Schlusslicht der Rangliste. Mantova führt den Vergleich laut Bericht an.

Legambiente verbindet das Urteil mit konkreten Forderungen an die Stadtregierung unter Bürgermeister Gaetano Manfredi. Die Maßnahmen müssten rasch greifen und in den Peripherien ansetzen, wo sich Defizite besonders deutlich zeigen. Dazu zählen aus Sicht der Umweltorganisation kurzfristige Schritte bei Reinigung, Mülllogistik und Pflege des öffentlichen Raums sowie mittelfristige Investitionen in umweltfreundliche Mobilität, eine robuste Abfallwirtschaft und mehr wohnortnahe Erholungsflächen. Diese Forderungen sind dem Bericht und begleitenden Stellungnahmen der Organisation zu entnehmen und wurden am Veröffentlichungstag von regionalen Medien aufgegriffen.

Der Bericht Ecosistema Urbano erscheint jährlich und dient Kommunen, Planern und Öffentlichkeit als Vergleichsmaßstab für Umweltleistungen. Er liefert belegte Befunde auf Basis einheitlicher Indikatoren; Ursachenanalysen und politische Bewertungen sind davon zu trennen. Für Neapel bedeutet die aktuelle Platzierung im nationalen Vergleich zunächst eine Bestandsaufnahme. Welche politischen Konsequenzen die Stadt zieht, ist am Tag der Veröffentlichung noch offen. Von der Stadtverwaltung lagen bis Redaktionsschluss keine neuen, beschlossenen Maßnahmen vor, die direkt auf den Bericht reagieren.

Die Einstufung erhöht den Druck, kurz- und langfristige Programme zu verzahnen. Zentral wird sein, ob es der Stadt gelingt, den Rückstand bei Luftqualität, Abfallwirtschaft, Grünflächen und Mobilitätsinfrastruktur sichtbar zu verringern und die Peripherien gezielt einzubeziehen. Die weitere Debatte über Prioritäten, Finanzierung und Zeitpläne dürfte sich nun an den im Bericht benannten Kennziffern orientieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk