Emilia-Romagna

Modena: Videos von Salim El Koudri vor Amokfahrt bestätigt — keine Terroranklage

Ermittler bestätigen, dass der Beschuldigte vor der Amokfahrt in Modena Videos und Posts mit aggressiven Inhalten veröffentlichte. Die Procura di Modena hat jedoch bislang nicht die Strafverschärfung wegen Terrorismus beantragt; eine psychiatrische Begutachtung läuft.

Kurzmeldung

Die Ermittlungen zum Fahrzeugangriff am 16. Mai 2026 in Modena haben ergeben, dass der Beschuldigte vor der Tat mehrere Videos und Beiträge mit beleidigenden und aggressiven Formulierungen im Netz veröffentlicht hatte. Die digitalen Dateien stammen aus sichergestellten Mobiltelefonen und Konten. Die Procura di Modena führt diese Funde als Beweismittel, betont aber zugleich, dass daraus allein keine gesicherte terroristische Motivation folgt. Bislang hat die Staatsanwaltschaft keine Anklage mit der strafverschärfenden Qualifikation des Terrorismus erhoben.

Der Vorfall in der Via Emilia Centro hatte mehrere Verletzte zur Folge; nach den bisherigen öffentlichen Angaben wurde eine Person, die 55-jährige Monica Esposito, später an den Folgen der Verletzungen totgemeldet. Der Beschuldigte wurde noch am Tatort von Passanten festgehalten und anschließend in Gewahrsam genommen. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an; zudem ist eine forensisch-psychiatrische Begutachtung angeordnet worden, deren Ergebnisse für die rechtliche Einordnung maßgeblich sein werden.

Behördliche Stellungnahmen stellen die digitale Spurensicherung und die psychiatrische Vorgeschichte des Beschuldigten gleichermaßen in den Mittelpunkt der Aufarbeitung. In offiziellen Verlautbarungen — unter anderem seitens der Präfektur — wird ein komplexes Ermittlungsbild beschrieben, in dem Hinweise auf frühere Behandlungen neben den festgestellten Online-Äußerungen stehen. Auch lokale Institutionen reagieren: Der Comune di Modena hat Maßnahmen zur Sicherung des Stadtzentrums und zur Stärkung psychosozialer Angebote angekündigt. Für das öffentliche Sicherheitsgefühl in der Stadt sind die Debatten über Prävention, Versorgung psychisch Erkrankter und die Rolle von Inhalten im Netz zentrale Folgefragen.

Bei der Berichterstattung ist zu unterscheiden zwischen belegten Untersuchungsergebnissen und politischen oder medialen Spekulationen über Motive. Ermittler sprechen von offenen Prüfungen; weder ein terroristisches noch ein ausdrücklich ideologisch motiviertes Tatbild gilt derzeit als rechtskräftig festgestellt. Die Rolle zivil couragierter Helfer wurde von lokaler Seite ausdrücklich gewürdigt, unter anderem mit einer Ehrung jener, die zur Festnahme beitrugen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk