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Mattarella: Schule offen für alle – Valditara pocht auf Italienischkenntnisse

Bei der Eröffnung des Schuljahres in Amatrice mahnte Präsident Sergio Mattarella Inklusion an; Bildungsminister Giuseppe Valditara betonte Italienisch als Schlüssel zur Integration.

Bei der landesweiten Eröffnung des Schuljahres 2026/2027 in Amatrice hat Präsident der Republik Sergio Mattarella am 21. September die Schule als Ort der Aufnahme und der gesellschaftlichen Integration bezeichnet. Die Schule sei offen für alle, sagte Mattarella, und warnte vor Ausgrenzung sowie vor der Entstehung von Ghettos in Bildungseinrichtungen. Er knüpfte seine Mahnung ausdrücklich an die Verfassung und stellte das Recht auf Bildung als gemeinsame Grundlage des Landes heraus.

An der Zeremonie nahm auch Bildungsminister Giuseppe Valditara teil. Er machte die Beherrschung der italienischen Sprache zur Bedingung gelingender Teilhabe: Ohne solide Italienischkenntnisse gebe es weder echte Integration noch schulischen Erfolg und damit keine verlässliche Zukunftsperspektive. Valditara verwies auf die praktischen Schwierigkeiten in Klassen mit vielen neu zugewanderten Kindern und forderte gezielte Sprachförderung, um Lernchancen zu sichern und soziale Spannungen zu vermeiden.

Die Auftritte markieren zwei komplementäre Linien der italienischen Bildungspolitik: Mattarella betont das unteilbare Recht auf Bildung und den inklusiven Auftrag des Staates; Valditara rückt die konkrete Sprachkompetenz als Voraussetzung für Chancengerechtigkeit in den Mittelpunkt. Beide Aussagen sind in italienischen Medien und auf der Website des Quirinale dokumentiert und wurden übereinstimmend wiedergegeben.

Der Ort der Veranstaltung war bewusst gewählt: Amatrice steht zehn Jahre nach dem Erdbeben von 2016 für Wiederaufbau und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mattarella würdigte den Einsatz der lokalen Schulgemeinschaft und verband das Gedenken mit einem Appell, Benachteiligungen nicht zu verfestigen. In diesem Rahmen rückten Integration und Sprachförderung als Schlüsselfragen des laufenden Schuljahres in den Fokus.

Konkrete neue Gesetzesinitiativen wurden bei der Eröffnung nicht angekündigt. Aus den Reden ergibt sich jedoch ein klarer Handlungsrahmen: zusätzliche Förderung der italienischen Sprache für Schülerinnen und Schüler, die sie als Alltagssprache erst erwerben, sowie die Sicherung durchmischter Lernumgebungen, in denen das verfassungsrechtliche Versprechen gleicher Bildungschancen eingelöst werden kann. Wie weitreichend und schnell die Regierung entsprechende Maßnahmen ausbaut, bleibt eine politische Entscheidung; die Zielrichtung – offenere Schulen und mehr Sprachkompetenz – ist von Staatsoberhaupt und Bildungsminister deutlich gesetzt worden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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