Wirtschaft

Mailand führt bei Irpef-Zahlungen 2024 – Rom auf Platz zwei

Eine neue CGIA-Auswertung meldet für 2024 in der Metropolregion Mailand die höchsten durchschnittlichen Irpef-Zahlungen je Steuerpflichtigem. Rom folgt mit deutlichem Abstand.

Die Handwerkervereinigung CGIA hat am 18. Oktober eine neue Auswertung zu den Einkommensteuerzahlungen in Italien veröffentlicht. Demnach verzeichnete die Metropolregion Mailand für das Steuerjahr 2024 die höchsten durchschnittlichen Irpef-Beträge je Steuerpflichtigem: 9.066 Euro. Rom folgt mit 7.536 Euro. Das Ufficio Studi der CGIA stützte sich dabei auf Daten des Ministero dell’Economia e delle Finanze. Mehrere überregionale Medien, darunter ANSA und Sky TG24, berichteten über die Ergebnisse.

Sachlich unterscheidet die Analyse zwischen dem nominalen Durchschnittsbetrag pro Steuerpflichtigem in den Provinzen und gesamtstaatlichen Kennziffern. Die CGIA führt die hohen Werte in Mailand und Rom vor allem auf die dort höheren durchschnittlichen Einkommen zurück. In Regionen mit größerer Steuerbemessungsgrundlage steigt naturgemäß auch der gezahlte Irpef-Betrag. Die Studie sagt damit nichts darüber aus, wie hoch die effektive Belastung einzelner Haushalte im Verhältnis zu ihrem verfügbaren Einkommen ausfällt.

Zusätzlich nennt die CGIA für 2026 eine gesamtstaatliche Steuerquote (pressione fiscale) von rund 43 Prozent des Bruttoinlandsprodukts als Schätzung. Diese Größe ist konzeptionell von den regionalen Irpef-Durchschnittsbeträgen zu trennen und eignet sich nicht für einen direkten Vergleich der Belastungsebenen. Die Irpef wird außerdem durch regionale und kommunale Zuschläge beeinflusst, die sich je nach Gebiet unterscheiden und die Spanne zwischen den Provinzen vergrößern können.

Politisch wird die Auswertung die Debatte über die Verteilung der Steuerlast neu beleben. In wirtschaftlich starken Zentren wie Mailand und Rom bündeln sich höhere Einkommen und damit höhere nominale Zahlungen, während strukturschwächere Regionen zwar niedrigere Steuerbeträge pro Steuerpflichtigem ausweisen, aber zugleich geringere Einkommen haben. Daraus leitet die CGIA keine Aussage über Steuergerechtigkeit ab; vielmehr verweist die Gegenüberstellung indirekt auf bekannte Gefälle bei Löhnen, Erwerbsstrukturen und Beschäftigungsquoten.

Methodisch weist die CGIA auf die amtliche Datenbasis des Ministero dell’Economia e delle Finanze hin. Die veröffentlichten Zahlen sind Durchschnittswerte für das Steuerjahr 2024; sie können lokale Besonderheiten wie Einkommensverteilung, Anteil der Selbstständigen oder Sonderregime nur begrenzt abbilden. Ungeachtet dieser Einschränkungen liefert der Vergleich einen aktuellen Anhaltspunkt für unterschiedliche Steuerströme innerhalb Italiens und einen empirischen Bezugspunkt für anstehende Diskussionen über die Ausgestaltung der Irpef sowie die Rolle von Regional- und Kommunalzuschlägen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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