Italiens Kulturminister Alessandro Giuli und der Präsident der Società Dante Alighieri, Andrea Riccardi, haben am 21. September 2026 im Palazzo Firenze in Rom ein Kooperationsprotokoll zur systematischen Förderung der italienischen Sprache und des kulturellen Erbes im Ausland unterzeichnet. Das Ministero della cultura bestätigte die Vereinbarung und nannte als Schwerpunkte gemeinsame Maßnahmen von der Archäologie und den Museen über Theater und audiovisuelle Produktionen bis hin zu Bildungsangeboten.
Laut Protokoll stützt sich die Zusammenarbeit auf das weltweite Netz der Società Dante Alighieri, die in rund 70 Staaten mit etwa 400 Komitees präsent ist. Als konkretes Instrument wird das Passaporto della Cultura fortgeführt: Berechtigte Studierende sowie ausgewählte Persönlichkeiten, die sich um die Verbreitung der italienischen Sprache verdient gemacht haben, erhalten freien Eintritt in ausgewählte Hauptmuseen Italiens. Vorgesehen sind außerdem Praktika in Museen, die Stärkung bestehender Italienschulen und Prüfungszentren sowie gemeinsame Initiativen im Buch- und Verlagswesen und die Präsenz auf internationalen Messen.
Zugeschriebene Aussagen: Giuli bezeichnete die italienische Sprache als eine Sprache, die offen ist für Völker und Dialog. Riccardi hob die Rolle der Dante-Zentren als Brücken für kulturellen Austausch hervor und verwies auf die Einbindung kleiner historischer Zentren und des ländlichen Kulturerbes. Die Vereinbarung knüpft an bereits laufende nationale Strategien wie den Piano Olivetti per la cultura an und verweist auf die Abstimmung mit dem Außenministerium (MAECI) sowie auf Initiativen für Afrika im Rahmen des Piano Mattei per l'Africa. Als Fixpunkte der Kulturagenda werden auch der Dantedì am 25. März und einschlägige internationale Termine genannt.
Der Schritt bündelt kulturpolitische und zivilgesellschaftliche Ressourcen und zielt auf mehr Sichtbarkeit und Reichweite italienischer Kulturpolitik im Ausland. Offene operative Fragen betreffen Umfang und Finanzierung der mit dem Passaporto della Cultura verbundenen Vergünstigungen, transparente Auswahlkriterien für Begünstigte sowie die Koordination zwischen staatlichen Einrichtungen und der internationalen Vereinsstruktur der Società Dante Alighieri. Für die Umsetzung werden die Zuständigkeiten zwischen dem Ministero della cultura, Partnerinstitutionen und der Dante-Organisation festgelegt; belastbare Detailpläne sollen in Folgeverabredungen präzisiert werden.
Die Relevanz reicht über den Kulturbereich hinaus: Sprach- und Kulturpolitik fungieren als Instrumente der öffentlichen Diplomatie und können, sofern dauerhaft finanziert und aufeinander abgestimmt, Bildungsbeziehungen, Tourismusströme und kreative Industrien stärken. Die Unterzeichnung schafft dafür einen formalen Rahmen und einen aktuellen politischen Anlass, an den bestehende Programme angeknüpft werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).