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Italienische Schülerverbände rufen Mitte Oktober zu Solidaritätsprotesten auf

Nach den Schülerprotesten in Frankreich kündigen italienische Schüler- und Studierendenverbände für Mitte Oktober und den 20. November Solidaritätsaktionen in mehreren Städten an.

Italienische Schüler- und Studierendenverbände haben landesweite Solidaritätsproteste mit der Bewegung in Frankreich angekündigt. In Aufrufen, die italienischen Medien am 2. und 3. Oktober verbreiteten, ist von dezentralen Kundgebungen Mitte Oktober sowie einer internationalen Aktionswelle am 20. November die Rede. Als federführendes Netzwerk wird die Rete degli Studenti Medi genannt, die für den 17. Oktober zusätzliche Aktionen in den Schulen in Aussicht stellt.

Anlass der Mobilisierung sind die seit Ende September andauernden Schülerproteste in Frankreich. Dort wurden in zahlreichen Städten Gymnasien blockiert und Universitäten bestreikt; es kam vereinzelt zu Gewalt, Bränden und Festnahmen. Französische Behörden berichten von einer erheblichen Zahl an Polizeieinsätzen. In Frankreich stritt die Politik zuletzt heftig über die Verantwortung für Eskalationen, während Schülervertretungen ihre Forderungen nach Investitionen und Mitbestimmung bekräftigten.

In Italien verweisen die aufrufenden Gruppen auf ähnliche Anliegen. Genannt werden mehr Personal und Investitionen in Schulen und Universitäten, kleinere Klassen und transparente, sozial gerechte Zulassungsverfahren. Die Verbände betonen, ihre Solidaritätsproteste seien friedlich geplant und richteten sich gegen Kürzungen und strukturelle Defizite im Bildungssystem. Mehrere studentische Vertretungen knüpfen an bereits laufende Debatten über Gebäudesanierungen, Lehrkräftemangel und die soziale Durchlässigkeit des Hochschulzugangs an.

Behörden in Italien verfolgen die Ankündigungen aufmerksam. Das Bildungsministerium in Rom erklärte nach Angaben aus Verwaltungskreisen, der reguläre Unterrichtsbetrieb solle gewährleistet bleiben; zugleich sei unbestritten, dass Investitions- und Personalfragen im Bildungswesen politisch drängend blieben. Konkrete Verbote oder landesweite Sonderauflagen wurden bis Freitagmittag nicht bekannt.

Welche Auswirkungen die Solidaritätsproteste in Italien haben, ist noch offen. Nach derzeitigen Aufrufen rechnen die Organisatoren vor allem mit lokalen Kundgebungen vor Schulen und Universitäten. Vereinzelt sind Unterrichtsausfälle möglich. Breite nationale Streiks im Schulwesen wurden bislang nicht angekündigt.

Die Termine Mitte Oktober und am 20. November markieren damit den nächsten Prüfstein für die Handlungsfähigkeit der Schülernetzwerke und für die Reaktionsbereitschaft der Bildungspolitik. Ob sich daraus eine länger anhaltende Mobilisierung entwickelt, hängt von der Beteiligung vor Ort und von weiteren Entscheidungen der Schul- und Hochschulleitungen sowie der politischen Verantwortungsträger ab. Solidaritätsproteste in Italien Mitte Oktober stehen damit als unmittelbare Folge der Geschehnisse in Frankreich im Kalender.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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