Das nationale Statistikamt Istat hat am 16. September 2026 die endgültigen Daten zu den Verbraucherpreisen für August veröffentlicht. Demnach stieg der nationale Verbraucherpreisindex für die gesamte Bevölkerung (NIC, brutto Tabakwaren) im Jahresvergleich auf +3,3 Prozent nach +2,9 Prozent im Juli; gegenüber dem Vormonat betrug die Veränderung +0,5 Prozent. Damit bestätigt Istat die vorläufige Schätzung vom Monatsanfang.
Den stärksten Beitrag zur Beschleunigung leisteten Energiekosten: Preise für nicht regulierte Energie erhöhten sich in der Jahresrate von 11,4 auf 17,0 Prozent, regulierte Energie von 14,8 auf 18,6 Prozent. Ebenfalls schneller stiegen die Preise langlebiger Gebrauchsgüter (von +0,7 auf +1,3 Prozent). Unverarbeitete Lebensmittel legten leicht auf +3,8 Prozent zu. Im Gegenzug verlangsamte sich die Teuerung bei bestimmten Dienstleistungsgruppen, etwa Freizeit- und Kulturangebote sowie persönliche Pflege (von +3,0 auf +2,6 Prozent) und verkehrsbezogene Dienstleistungen (von +1,6 auf +0,8 Prozent).
Die sogenannte Kerninflation, berechnet ohne Energie und frische Lebensmittel, sank leicht von +1,6 auf +1,5 Prozent; ohne Energie allein betrug sie +1,7 Prozent (zuvor +1,8 Prozent). Insgesamt beschleunigte sich die Preisentwicklung bei Gütern auf +4,1 Prozent, während Dienstleistungen auf +2,4 Prozent zurückgingen. Der Abstand zwischen beiden Sektoren weitete sich damit auf -1,7 Prozentpunkte aus. Der "Warenkorb des täglichen Bedarfs" erhöhte sich in der Jahresrate auf +4,3 Prozent, die Preise für Nahrungsmittel, Haushalts- und Körperpflege lagen bei +0,9 Prozent.
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (IPCA) verzeichnete im August einen Monatsanstieg von +0,1 Prozent und eine Jahresrate von +3,2 Prozent; Istat weist darauf hin, dass saisonale Sommerschlussverkäufe den Unterschied zum NIC erklären. Eurostat bestätigt für Italien eine HICP-Rate nahe 3,2 Prozent und sieht für den Euroraum eine ähnliche Energie-getriebene Dynamik.
Die Beschleunigung der Gesamtinflation auf 3,3 Prozent ist hauptsächlich ein Energieeffekt; die zugrundeliegende Preisdynamik bleibt moderat. Für die geld- und finanzpolitische Bewertung werden die weiteren Monatsdaten, insbesondere zur Energiepreisentwicklung, richtungsweisend sein.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).