Gesundheit

Italien stellt am 25. Oktober auf Normalzeit um – Auswirkungen auf den Schlaf

In der Nacht auf den 25. Oktober 2026 wechselt Italien zur Ora solare. Mediziner erläutern kurzfristige Effekte und raten zur sanften Anpassung des Schlafrhythmus.

Italien stellt in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, die Uhren von 03:00 auf 02:00 zurück und wechselt damit zur Ora solare. Der aktuelle Anlass sind die turnusmäßigen Uhrenumstellungen zum Herbsttermin; an der rechtlichen Lage ändert sich vorerst nichts.

Fachleute sehen im Zeitwechsel eine kurzfristige Störung der inneren Uhr. Der abrupte Abgleich zwischen äußerer Zeit und zirkadianen Rhythmen kann die Schlafqualität mindern, die Tagesmüdigkeit erhöhen und in vulnerablen Gruppen vorübergehend Kreislaufparameter beeinflussen. Auf diese Effekte verweisen einschlägige Übersichtsarbeiten ebenso wie Stellungnahmen des Ministero della Salute. Zugleich gilt: Bei gesunden Menschen normalisieren sich die meisten Beeinträchtigungen binnen weniger Tage; belastbare Hinweise auf langfristige Schäden durch den einmaligen Wechsel im Herbst sind nicht gesichert.

Der Neurologe Luigi Ferini Strambi ordnet die Symptome als milde, jetlag-ähnliche Erscheinungen ein, die vor allem Einschlaf- und Durchschlafstörungen betreffen. Der Virologe Fabrizio Pregliasco erinnert daran, dass Schlafhygiene ein zentraler Schutzfaktor für Konzentration und Immunsystem bleibt, und empfiehlt, Rhythmusbrüche in den ersten Tagen nach der Umstellung zu vermeiden. Medienberichte und mehrere epidemiologische Analysen nennen als mögliche Begleitphänomene erhöhte Tagesmüdigkeit und daraus resultierende Fehleranfälligkeit; die Stärke solcher Effekte variiert jedoch je nach Studie, Region und Messmethode.

Empfohlen werden einfache Maßnahmen, die den Übergang abfedern: Bereits wenige Tage vor dem 25. Oktober 2026 die Schlafenszeit schrittweise vorverlegen, morgens gezielt Tageslicht nutzen, abends helles Licht und Bildschirmreizungen reduzieren, regelmäßige Essenszeiten einhalten und auf späten Koffein- oder Alkoholkonsum verzichten. Leichte körperliche Aktivität am Nachmittag kann das Ein- und Durchschlafen unterstützen. Wer im Schichtbetrieb arbeitet, ältere Menschen sowie Personen mit bestehenden Schlafstörungen oder kardiovaskulären Erkrankungen sollten in der Umstellungswoche besonders auf Warnzeichen wie ausgeprägte Müdigkeit oder Herz-Kreislauf-Beschwerden achten und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen.

Die politische Debatte über den Sinn des saisonalen Zeitwechsels ist damit nicht entschieden. In der Europäischen Union wurde wiederholt über eine Abschaffung diskutiert; eine einheitliche Lösung liegt bislang nicht vor. Für den aktuellen Herbsttermin gilt daher: Der Zeitwechsel findet statt, technische Systeme passen sich in der Regel automatisch an, und die meisten Menschen gewöhnen sich binnen kurzer Zeit an die Ora solare.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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