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Italien startet Schuljahr gestaffelt – kein landesweiter Beginn am 14. September

Der Unterrichtsbeginn 2026/2027 variiert nach Region. Offizielle Kalender zeigen: Es gibt keinen einheitlichen Start am 14. September.

Entgegen einer verbreiteten Kurzmeldung beginnt das Schuljahr 2026/2027 in Italien nicht einheitlich am 14. September. Nach dem italienischen Bildungsföderalismus setzen die Regionen ihre Schulkalender selbst fest; das Ministero dell'Istruzione e del Merito bestimmt lediglich Feiertage und Prüfungszeiträume als Rahmen. Nationale Aussagen, die einen Start für ganz Italien an einem Stichtag nennen, vereinfachen die Rechtslage und führen in die Irre.

Der aktuelle Nachrichtenanlass: Zum Wochenende vor dem 14. September melden mehrere Medien den angeblich landesweiten Schulstart. Tatsächlich hat der Unterricht in der Provinz Bozen bereits am 7. September begonnen. Für Montag, 14. September, ist der erste Schultag in mehreren Regionen vorgesehen, darunter in Teilen der Lombardei und in Emilia-Romagna. In Latium ist in amtlichen Mitteilungen mehrheitlich der 15. September als Beginn genannt. Schulen können im Rahmen ihrer Autonomie einzelne Abweichungen beschließen, solange der regionale Rahmen gewahrt bleibt.

Die Zuständigkeiten sind klar verteilt: Das Ministero dell'Istruzione e del Merito legt per Verordnung nur bundeseinheitliche Rahmentermine fest. Die konkreten Unterrichtszeiten definieren die Regionalverwaltungen und die jeweiligen Uffici Scolastici Regionali. Entsprechend veröffentlichen die Regionen jährlich ihre Kalender 2026/2027. Fachübersichten – etwa von Rai Scuola – fassen die regionalen Daten zusammen, weisen aber ausdrücklich auf die Unterschiede zwischen den Regionen hin.

Beispiele aus amtlichen Kalendern unterstreichen die Staffelung: Die Lombardei nennt als Regelstart den 14. September und lässt Vorverlegungen einzelner Einrichtungen zu. Die Provinz Bozen hat verbindlich den 7. September festgelegt. Latium startet laut offizieller Mitteilung am 15. September für die meisten Schulstufen, ebenfalls mit begrenzten Spielräumen für autonome Entscheidungen auf Schulebene. Auch Emilia-Romagna sieht den 14. September als ersten Unterrichtstag vor, mit regionalen Präzisierungen für einzelne Schularten.

Damit ist die pauschale Aussage, ganz Italien starte am 14. September, sachlich falsch. Für Familien, Lehrkräfte und Kommunen sind die Veröffentlichungen der zuständigen Region sowie Mitteilungen des Ufficio Scolastico Regionale maßgeblich. Redaktionen und Agenturen – auch ANSA – sollten den regional gestaffelten Charakter des Schulbeginns herausstellen und konkrete Daten stets mit Verweis auf die jeweilige Regionalverwaltung belegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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