Wirtschaft

Italien erzielt im August 2026 einen Überschuss von 2,0 Milliarden Euro im Handel mit Drittländern

Istat: Im August 2026 sinken die Exporte gegenüber Juli, die Importe bleiben nahezu stabil; der Saldo mit Nicht‑EU‑Ländern beträgt 2,0 Milliarden Euro.

Das italienische Statistikamt Istat berichtet für August 2026 einen Handelsbilanzüberschuss von 2,0 Milliarden Euro im Austausch mit Ländern außerhalb der Europäischen Union. Gegenüber Juli 2026 gingen die Exporte um 2,1 Prozent zurück; die Importe blieben mit −0,1 Prozent nahezu unverändert. Die monatliche Verringerung der Ausfuhren erklärt Istat vor allem mit geringeren Verkäufen von Investitionsgütern und Konsumgütern: Investitionsgüter sanken um 7,0 Prozent, langlebige Konsumgüter um 8,6 Prozent und nicht langlebige Konsumgüter um 6,2 Prozent.

Demgegenüber legten die Ausfuhren von Energie deutlich zu (+37,5 Prozent) und auch Zwischenprodukte verzeichneten ein Plus (+4,8 Prozent). Istat weist darauf hin, dass die volkswirtschaftliche Entwicklung im Monatsvergleich teilweise durch Verkäufe von Seeschiffen beeinflusst wurde, die im Vormonat erfasst worden sind; ohne diesen Sondereffekt läge das monatliche Exportergebnis leicht im Plus (+0,2 Prozent).

Im Dreimonatsvergleich Juni–August 2026 sank das Exportvolumen leicht um 0,2 Prozent, während die Importe um 1,5 Prozent zunahmen, insbesondere wegen höherer Käufe von Investitionsgütern und Zwischenprodukten (jeweils +4,0 Prozent) sowie Energie (+1,1 Prozent). Im Jahresvergleich beschleunigte sich das Exportwachstum deutlich: gegenüber August 2025 stiegen die Exporte um 16,1 Prozent, die Importe um 17,2 Prozent. Starke jährliche Zuwächse zeigten sich besonders bei Energie (+70,4 Prozent), Zwischenprodukten (+22,1 Prozent) und Investitionsgütern (+12,4 Prozent); einzige Ausnahme waren langlebige Konsumgüter (−2,6 Prozent).

Der Energiesaldo wies im August ein Defizit von 4,808 Milliarden Euro aus; das Überschusspolster bei nichtenergetischen Gütern stieg auf 6,809 Milliarden Euro. Geographisch war das Exportwachstum gegenüber dem Vorjahr konzentriert: besonders hohe Zuwächse gab es gegenüber der Schweiz (+57,0 Prozent), den Vereinigten Staaten (+31,1 Prozent) und China (+32,3 Prozent). Bei den Importen fallen insbesondere die starken Jahreszuwächse aus Indien (+116,5 Prozent) und aus OPEC‑Staaten (+54,6 Prozent) auf.

Die hier berichteten Zahlen basieren auf der Istat‑Sofortmeldung vom 28. September 2026; Istat stellt detaillierte Tabellen und eine Methodennotiz zur Verfügung.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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