Wirtschaft

Istat meldet stabile Haushaltsausgaben 2025 bei 2.782 Euro

Italiens Statistikamt berichtet für 2025 nahezu unveränderte monatliche Konsumausgaben je Haushalt; der Abstand zwischen Nord und Süd bleibt groß.

Italiens Statistikamt Istat hat am 8. Oktober 2026 die Ergebnisse zur Haushaltsausgabenstatistik 2025 veröffentlicht. Die durchschnittliche monatliche Konsumausgabe liegt demnach bei 2.782 Euro und damit nur um 1,0 Prozent über 2024 (2.755 Euro). Die Teuerung war 2025 moderat: Gemessen am Harmonisierter Verbraucherpreisindex ergibt sich ein Plus von 1,6 Prozent; für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke weist Istat eine Preissteigerung von 3,0 Prozent aus.

Deutlich bleiben die regionalen Unterschiede. Im Nordosten geben Haushalte mit 3.087 Euro am meisten aus, im Süden mit 2.215 Euro am wenigsten. Die Differenz beträgt 871 Euro beziehungsweise 39,3 Prozent und hat sich damit gegenüber 2024 leicht vergrößert. Über dem Landesdurchschnitt liegen zudem das Zentrum (3.052 Euro) und der Nordwesten (2.974 Euro), darunter die Inseln (2.338 Euro). Auf Ebene der Regionen führt Trentino-Alto Adige mit 3.444 Euro vor Umbria (3.257 Euro), Valle d’Aosta/Vallée d’Aoste (3.191 Euro) und Emilia-Romagna (3.159 Euro). Am unteren Ende stehen Calabria (2.042 Euro) und Puglia (1.975 Euro). Markante Zuwächse verzeichnen die Marken (+25,2 Prozent auf 3.084 Euro) und Sardinien (+10,7 Prozent auf 2.431 Euro).

Die Ausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen 2025 von 533 auf 552 Euro im Monat (+3,6 Prozent); ihr Anteil am Budget erhöhte sich von 19,3 auf 19,8 Prozent. Besonders stark wuchsen einzelne Positionen wie Kaffee (+14,6 Prozent), Wasser (+8,3), Fisch (+7,8), Öle und Fette (+6,7), Tee und Aufgussgetränke (+6,7), Fleisch (+5,4) sowie Milch, andere Molkereiprodukte und Eier (+4,2). Nichtlebensmittel blieben stabil bei durchschnittlich 2.230 Euro und machen 80,2 Prozent der Gesamtausgaben aus. Die größten Posten sind weiterhin Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe (36,0 Prozent) sowie Verkehr (10,6 Prozent); Restaurants und Beherbergung liegen bei 5,9 Prozent, persönliche Pflege, soziale Sicherung und sonstige Waren und Dienste bei 4,7 Prozent.

Zwischen den Landesteilen unterscheiden sich die Schwerpunkte: Im Zentrum (+5,9 Prozent) und im Nordosten (+4,9 Prozent) legten die Ausgaben für Nahrungsmittel überdurchschnittlich zu, im Süden stiegen die Aufwendungen für Wohnen und Energie um 3,6 Prozent. Da die Verteilung der Ausgaben asymmetrisch ist, liegt der Median mit 2.338 Euro (2024: 2.240 Euro) unter dem Durchschnitt; mehr als die Hälfte der Haushalte gibt somit weniger als den Mittelwert aus. Istat stellt die Messbefunde und Methoden offen dar; Aussagen zu Ursachen und politischen Schlussfolgerungen bleiben davon getrennt.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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