Wirtschaft

Istat meldet sinkendes Verbraucher- und Unternehmensvertrauen im September

In Italien fällt das Verbraucherklima von 94,5 auf 91,2 und das Unternehmensvertrauen von 97,0 auf 95,9. Besonders schwach sind Dienstleistungssektor und Baugewerbe, die Industrie legt leicht zu.

Italien verzeichnet im September 2026 einen deutlichen Rückgang von Verbraucher- und Unternehmensvertrauen. Nach Angaben von Istat, veröffentlicht am 30. September 2026, sank das Verbraucherklima von 94,5 auf 91,2 Punkte. Das zusammengesetzte Unternehmensvertrauen gab von 97,0 auf 95,9 nach.

Die Entwicklung ist sektorübergreifend, fällt aber unterschiedlich aus. Im verarbeitenden Gewerbe hellte sich die Stimmung geringfügig auf: Der Index stieg von 90,2 auf 91,9. Dagegen schwächte sich der Dienstleistungssektor spürbar ab (von 99,4 auf 96,9), der Einzelhandel verlor von 106,5 auf 104,5. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Baugewerbe aus, wo der Indikator von 102,8 auf 97,5 fiel.

Zu den Komponenten der Unternehmensbefragung berichtet Istat für das verarbeitende Gewerbe bessere Urteile zu Auftragseingängen; die Einschätzungen zu den Fertigwarenbeständen blieben weitgehend stabil. Gleichzeitig gingen die Erwartungen zur künftigen Produktion zurück. Im Baugewerbe verschlechterten sich sowohl Lageeinschätzungen als auch Erwartungen. Im Dienstleistungssektor trübten sich alle abgefragten Teilkomponenten ein. Im Einzelhandel verbesserten sich die aktuellen Urteile zu den Verkäufen, doch die Erwartungen wurden pessimistischer; zugleich sank der Saldo der Bewertungen zum Lagerbestand.

Bei den Haushalten weist Istat auf einen methodischen Sondereffekt hin: Die im September 2026 beobachtete konjunkturelle Dynamik des Verbraucherklimas wird teilweise durch organisatorische Änderungen im Erhebungsnetz beeinflusst. Nach Bereinigung um die daraus abgeleiteten Effekte ergibt sich laut Istat weiterhin eine moderate Abnahme des gesamten Verbraucherklimas sowie der Teilindizes „persönlich“, „aktuell“ und „zukünftig“, während das „ökonomische“ Klima etwas stärker nachgibt.

Das Unternehmensvertrauen fällt damit nach drei aufeinanderfolgenden Monaten der Aufhellung wieder. Der Rückgang ist vor allem durch die Schwäche im Dienstleistungssektor und im Baugewerbe getrieben. Solche Vertrauensindikatoren gelten als frühe Signale für Konsum- und Investitionstendenzen. Eine anhaltende Eintrübung könnte die Binnenkonjunktur dämpfen. Gleichzeitig deuten die stabileren Urteile zu Auftragseingängen in der Industrie auf eine mögliche Stütze durch das verarbeitende Gewerbe hin.

Die Angaben beruhen auf der monatlichen Erhebung von Istat und beziehen sich auf September 2026. Weitere harte Konjunkturdaten der kommenden Wochen werden zeigen, inwieweit die gemessene Vertrauensschwäche in realwirtschaftlichen Größen wie Konsum, Produktion und Bauleistung sichtbar wird.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk