Wirtschaft

Istat bestätigt Bruttoinlandsprodukt-Wachstum von 0,2 Prozent im 2. Quartal 2026

Istat hat die revidierten Quartalskonten vorgelegt und die am 1. September gemeldeten BIP-Schätzungen für das 2. Quartal 2026 bestätigt.

Die italienische Statistikbehörde Istat hat am 5. Oktober 2026 die revidierten Quartalskonten veröffentlicht und die am 1. September gemeldeten Schätzungen zum Bruttoinlandsprodukt bestätigt. Das saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg im 2. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent und gegenüber dem 2. Quartal 2025 um 1,0 Prozent. Die Veröffentlichung ist mit der ordentlichen Revision der nationalen Jahreskonten abgestimmt, die Istat am 22. September 2026 vorgelegt hat.

Auf der Nachfrageseite legten im Quartalsvergleich sowohl der Konsum der Haushalte als auch die Bruttoanlageinvestitionen um 0,2 Prozent zu. Die Importe stiegen um 1,5 Prozent, die Exporte um 1,0 Prozent. Damit wirkte die Auslandsnachfrage per saldo leicht dämpfend. Die Vorratsveränderungen trugen positiv zum Wachstum bei und steuerten 0,1 Prozentpunkte bei. Insgesamt lieferte die inländische Nachfrage ohne Lagerveränderungen einen Beitrag von 0,2 Prozentpunkten, getragen vor allem von den Haushalten und privaten Institutionen ohne Erwerbszweck. Das 2. Quartal 2026 umfasste gegenüber dem Vorjahresquartal einen zusätzlichen Arbeitstag; die Angaben sind kalenderbereinigt.

Auf der Angebotsseite zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft ging leicht um 0,1 Prozent zurück, die Industrie verzeichnete ein Minus von 0,6 Prozent. Die Dienstleistungen legten hingegen um 0,4 Prozent zu und stützten damit die gesamtwirtschaftliche Aktivität. Istat weist darauf hin, dass die Ergebnisse auf der Einbeziehung neuer Datenquellen und methodischer Anpassungen im Zuge der jährlichen Revision beruhen.

Für das laufende Jahr ergibt sich nach Kalenderbereinigung eine sogenannte erworbene Wachstumsrate von 0,8 Prozent. Diese Kennziffer gibt an, wie stark das Bruttoinlandsprodukt 2026 ausfallen würde, wenn die Wirtschaftsleistung in den verbleibenden Quartalen auf dem Niveau des 2. Quartals verharrte. Die Bestätigung der moderaten Zuwächse folgt damit der Linie der September-Schätzung und spiegelt eine Konjunktur, in der die Inlandsnachfrage leicht zunimmt, die Außenhandelsbilanz aber das Wachstum begrenzt.

Die Revisionen der Quartals- und Jahresreihen können sich auf aggregierte Jahreswerte und abgeleitete Indikatoren auswirken, die gegenüber europäischen Institutionen berichtet werden. An der grundsätzlichen Aussage ändert sich laut Istat nichts: Das Wachstum ist im Quartalsvergleich positiv, bleibt aber im historischen Vergleich verhalten, während die Dienstleistungen das Bruttoinlandsprodukt am stärksten stützen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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