Wirtschaft

Istat: 2024 wachsen Unternehmen, Wertschöpfung und Beschäftigung leicht

Italiens Statistikamt meldet für 2024 mehr Firmen, höhere nominale Wertschöpfung und mehr Beschäftigte – getragen vor allem von Dienstleistungen und großen Unternehmen.

Italiens Statistikamt Istat hat am 15. Oktober 2026 neue Unternehmensrechnungen für das Jahr 2024 vorgelegt. Demnach stieg die Zahl der aktiven Unternehmen in Industrie und marktwirtschaftlichen Dienstleistungen um 0,5 Prozent auf etwas über 4,5 Millionen. Die nominale Wertschöpfung erhöhte sich um 2,5 Prozent auf über 1.100 Milliarden Euro. Die Gesamtbeschäftigung nahm um 1,1 Prozent auf gut 18,3 Millionen zu.

Der Zuwachs an Unternehmen ging überwiegend auf die Dienstleistungen zurück (+0,8 Prozent). In diesem Bereich trugen insbesondere die Attività professionali, scientifiche e tecniche sowie die Bereiche Beherbergung und Gastronomie, Informations- und Kommunikationsdienste und Verkehr und Lagerhaltung überdurchschnittlich zum Anstieg der Wertschöpfung bei. In der Industrie in engerem Sinne verringerte sich die Unternehmenszahl um 1,5 Prozent, während der nominale Wertschöpfungsbeitrag nur leicht zunahm (+0,6 Prozent). Die Bauwirtschaft verzeichnete 2024 einen Rückgang der Wertschöpfung um 0,5 Prozent.

Die Beschäftigungsentwicklung fiel nach Unternehmensgröße unterschiedlich aus. Große Unternehmen (4.752 Einheiten; 0,1 Prozent aller Firmen) steigerten die Zahl der Beschäftigten um 3,8 Prozent; bei mittleren Unternehmen lag das Plus bei 2,5 Prozent. Insgesamt sind 200.016 Unternehmen in 131.212 Gruppen organisiert. Diese Gruppen generieren 66,4 Prozent des Umsatzes und 58,7 Prozent der Wertschöpfung von Industrie und Dienstleistungen und beschäftigten zusammen mehr als 7,2 Millionen Menschen (+5,1 Prozent). Besonders dynamisch entwickelte sich die Beschäftigung in Unternehmen multinationaler Gruppen.

Istat ordnet das Wachstum der nominalen Wertschöpfung 2024 als moderater als in den Vorjahren ein. Der Anstieg um 2,5 Prozent erfolgte trotz eines leichten Rückgangs des Umsatzes um 0,5 Prozent, begünstigt durch sinkende Vorleistungs- und Erwerbskosten (-1,8 Prozent). Dabei verminderten sich sowohl die Ausgaben für Warenkäufe (-2,3 Prozent) als auch – in geringerem Ausmaß – jene für Dienstleistungen (-0,7 Prozent). Größere Zuwächse der Wertschöpfung verzeichneten große Unternehmen (+3,2 Prozent) und Kleinstunternehmen (+3,1 Prozent), während kleine Unternehmen heterogen abschnitten.

Die Zahlen weisen auf eine wachsende Bedeutung von Gruppenstrukturen in der italienischen Wirtschaft hin und auf anhaltende Unterschiede zwischen Branchen und Größenklassen. Diese Einordnung ist eine analytische Folgerung; Prognosen zur weiteren Entwicklung enthält die Istat-Veröffentlichung nicht. Die Ergebnisse beziehen sich auf Italien und beruhen auf den Conti economici delle imprese e dei gruppi di impresa für das Jahr 2024.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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