Wirtschaft

Gorno Tempini: Italien ist für Investoren jetzt ein place to be

Der Präsident der Cassa Depositi e Prestiti sieht Italien am Investor Day 2026 im Aufwind und verweist auf den Strategieplan 2025–2027 mit 81 Milliarden Euro an eingesetzten Mitteln.

Der Präsident der Cassa Depositi e Prestiti, Giovanni Gorno Tempini, hat Italien am 15. Oktober 2026 beim Investor Day 2026 als „place to be“ für Kapitalgeber bezeichnet. Laut Il Sole 24 Ore Radiocor habe sich das Land von einer früher als peripher angesehenen Position zu einem attraktiven Standort für Investitionen entwickelt. Der Befund wurde ausdrücklich in den Kontext des Strategieplans 2025–2027 der Cassa Depositi e Prestiti gestellt.

Die staatlich kontrollierte Förder- und Investmentbank will im Planzeitraum insgesamt 81 Milliarden Euro an Ressourcen einsetzen. Nach eigenen Angaben sollen diese Mittel Investitionen von rund 170 Milliarden Euro mobilisieren. Die Größenordnungen stammen aus der offiziellen Kommunikation zum Strategieplan 2025–2027 und bilden die Bezugsgröße für Gorno Tempinis Einschätzung. Er adressierte damit internationale und inländische Investoren sowie institutionelle Marktteilnehmer.

Die Aussage ist als qualitative Standortbewertung zu verstehen, nicht als Prognose bestimmter Renditen oder als Zusage kurzfristiger Mittelzuflüsse. Sie signalisiert Vertrauen in die fiskalische Steuerungsfähigkeit, in Reformpfade und in die Rolle der Cassa Depositi e Prestiti als Katalysator über Co-Investitionen und Kreditprogramme. Ob sich dies messbar in höheren privaten und öffentlichen Investitionsvolumina niederschlägt, wird an künftigen Finanzierungszusagen, der Hebelung dritter Mittel und der Umsetzung der im Plan vorgesehenen Projekte zu prüfen sein.

Gleichzeitig erinnert die Einordnung an fortbestehende Heterogenitäten. Regionale Unterschiede in der Wirtschaftsstruktur, branchenspezifische Risiken sowie die Verfügbarkeit von Projektpipelines beeinflussen die Wirksamkeit von Förder- und Beteiligungsinstrumenten. Für eine belastbare Bewertung werden die Quartals- und Jahresberichte der Cassa Depositi e Prestiti und die Aggregatdaten zu Neu- und Folgeinvestitionen maßgeblich sein.

Der Investor Day 2026 setzt damit einen aktuellen Anker für eine längerfristige Strategie, die bereits Ende 2024 kommuniziert wurde und nun operativ unterfüttert werden soll. Im Zentrum steht die Kombination aus eigenen Mitteln und der Mobilisierung privaten Kapitals. Die öffentliche Zuschreibung, Italien sei ein „place to be“, ist vor allem als Signal an Kapitalmärkte und Projektträger zu lesen. Deren Reaktion wird darüber entscheiden, ob die angestrebten 170 Milliarden Euro an Investitionen bis 2027 tatsächlich erreicht werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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