Politik

Forza Italia Giovani drängt bei Azzurra Libertà auf mehr Mitsprache für Jugendliche

Beim nationalen Treffen Azzurra Libertà in Montesilvano vom 11. bis 13. September 2026 forderte die Delegation aus der Basilicata mit über 30 Teilnehmenden mehr Beteiligung junger Menschen und Maßnahmen gegen Abwanderung.

Nach drei Tagen politischer Debatten hat die Jugendorganisation von Forza Italia Giovani ihr nationales Treffen Azzurra Libertà in Montesilvano beendet. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach mehr Mitsprache für Jugendliche, besseren Chancen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und konkreten Gegenmaßnahmen zur Abwanderung aus strukturschwachen Regionen. Eine Delegation aus der Basilicata reiste mit über 30 Teilnehmenden an und drängte auf verbindliche Zusagen der Partei, junge Menschen stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Vertreter der Delegation betonten gegenüber regionalen Medien, dass ohne gezielte Investitionen in Ausbildung, erste Beschäftigung und Unternehmensgründungen die Abwanderung junger Fachkräfte anhalte. Gefordert wurden unter anderem erleichterte Zugänge zu Praktika und Qualifizierungen, mehr Unterstützung für duale Studiengänge, Programmen zur Rückkehr von Absolventinnen und Absolventen sowie eine verlässlichere Förderung von Start-ups. Zudem solle die Partei junge Mitglieder systematisch in Gremien und Projektarbeit einbeziehen, statt sie lediglich als Parteiennachwuchs bei Veranstaltungen sichtbar zu machen.

Azzurra Libertà gilt als Jahrestreffen der Jugendorganisation und bündelt Themen, die Forza Italia in ihren Gremien weiterberaten will. Dass die Basilicata-Delegation die Abwanderung offensiv adressierte, ist vor allem für den Süden Italiens relevant, wo die demografische Schrumpfung und der Verlust qualifizierter Arbeitskräfte seit Jahren spürbar sind. In Montesilvano wurde die Erwartung formuliert, die Parteiführung solle prioritäre Jugendthemen – von Bildung und Forschung über Infrastruktur bis zu Wohnen – mit klaren Zeitplänen und Budgets hinterlegen.

Zugleich machten Teilnehmende deutlich, dass Mitsprache mehr als symbolische Beteiligung erfordere. Auf lokaler und regionaler Ebene brauche es feste Quoten für junge Stimmen in Arbeitsgruppen und Entscheidungsgremien, transparente Auswahlverfahren sowie regelmäßige Rechenschaft über den Stand zugesagter Vorhaben. Die Delegation aus der Basilicata argumentierte, nur so lasse sich Vertrauen aufbauen und ein politischer Kreislauf durchbrechen, der Jugendliche zu spät oder gar nicht an Gestaltung beteiligt.

Forza Italia ist Teil der Regierungsmehrheit in Rom. Die bei Azzurra Libertà gebündelten Anliegen der Jugendorganisation sind damit parteiintern anschlussfähig. Ob und in welchem Umfang sie in Gesetzesinitiativen einfließen, bleibt Entscheidung der Führungsgremien. Klar ist: Die Delegation aus der Basilicata hat den Druck erhöht, Jugendpolitik im ganzen Land verbindlicher zu gestalten – nicht nur als Programmpunkt, sondern als Maßstab für Ergebnisse.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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