Mit einem Auftakt in der Farnesina hat Vizeaußenminister Edmondo Cirielli am 9. Oktober die 26. Settimana della Lingua Italiana nel Mondo eröffnet. Die weltweiten Programmpunkte laufen vom 19. bis 25. Oktober 2026 und stehen unter dem Motto „Lingua geniale: ideare, progettare, creare con l’italiano“. Die Woche steht unter dem Hohen Patronat des Präsidenten der Republik und gilt als zentrales Instrument der Sprach- und Kulturförderung Italiens im Ausland.
Organisiert wird die Reihe vom Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internazionale über die diplomatisch-konsularische Vertretungsstruktur und die Istituti Italiani di Cultura. Partner sind unter anderem die Accademia della Crusca, RAI Italia und die Società Dante Alighieri. Im Fokus stehen die Rolle des Italienischen als Sprache der Kreativität und der Fachkommunikation sowie seine Verknüpfung mit Branchen wie Design, Wissenschaft, Technik, Mode und Gastronomie.
Die Accademia della Crusca hebt für 2026 sprachwissenschaftliche Forschung, Terminologiearbeit und didaktische Angebote hervor. Zahlreiche Kulturinstitute planen Präsentationen zu Fachwortschätzen in technischen und kreativen Disziplinen, Diskussionsrunden und Publikationen. Nach Darstellung des Außenministeriums dient die Stärkung präziser Fachsprache auch außenwirtschaftlichen Zielen: Sie soll die internationale Sichtbarkeit italienischer Produkte und Kompetenzen verbessern.
Außenpolitisch versteht die Farnesina die Programmwoche als Baustein der Kulturdiplomatie. Über Bildungskooperationen, Stipendien und Kulturprogramme soll sie bilaterale Beziehungen vertiefen und die im Ausland lebenden italienischen Gemeinschaften unterstützen. Die Istituti Italiani di Cultura haben für den Zeitraum ein dezentrales Programm mit Vorträgen, Ausstellungen, Filmreihen und Lehrprojekten angekündigt, unter anderem in Dublin, Lissabon, Dakar, Seoul und São Paulo.
Die Settimana della Lingua Italiana nel Mondo wurde im Jahr 2001 begründet und findet seither jährlich im Oktober statt. Inhalt und Ausrichtung werden jeweils an aktuelle kultur- und wirtschaftspolitische Prioritäten angepasst. Für 2026 betonen die Organisatoren die Verbindung von Sprachkompetenz, Innovation und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Aussagen zu erwarteten wirtschaftlichen Effekten sind als politische Einordnung der beteiligten Institutionen zu verstehen; belastbare quantifizierende Prognosen liegen nicht vor.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).