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Elba-Entsalzer soll Anfang 2027 starten – größtes Projekt Italiens rückt voran

Betreiber ASA bekräftigt den Zeitplan für den Dissalatore auf der Isola d'Elba. Umweltverbände verlangen präzisere Auskünfte zu salamoia, Energiebedarf und Kosten.

Der Betreiber ASA hat den Zeitplan für den neuen Dissalatore auf der Isola d'Elba bekräftigt: Die bauliche Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme für die ersten Monate 2027. Nach übereinstimmenden regionalen Berichten handelt es sich um das derzeit größte in Italien geplante Entsalzungsprojekt. Es soll die bislang stark von der Leitung aus dem Gebiet Val di Cornia abhängige Versorgung der Insel spürbar entlasten.

Geplant ist eine Großanlage auf Basis der osmosi inversa, mit der Meerwasser zu Trinkwasser aufbereitet wird. Das Produktwasser wird nach der Remineralisierung in die örtlichen Netze eingespeist. ASA verweist darauf, dass der Betrieb der Anlage je nach Auslastung energieeffizienter sein könne als der Transport gleich großer Wassermengen über die bestehende Zuleitung. Als Standort wird in lokalen Unterlagen der Bereich Mola genannt.

Bei der Entsalzung fällt konzentrierte salamoia an. Deren Ableitung soll über eine Tiefenleitung erfolgen, die nach vorliegenden Planangaben rund 1.700 Meter seewärts führt und in etwa 42 Metern Tiefe ausmündet. Damit soll eine Verdünnung im freien Wasser erreicht und Seegraswiesen nahe der Küste geschont werden. Konkrete Betriebs- und Überwachungsauflagen für die Einleitung stehen nach Angaben aus der Region noch unter Vorbehalt endgültiger Genehmigungen.

Umweltorganisationen und lokale Akteure fordern eine vollständige und öffentlich zugängliche Dokumentation zu den ökologischen Folgen der salamoia, zum tatsächlichen Energiebedarf und zu möglichen Kosteneffekten für Haushalte. Zudem wird kritisch gefragt, ob parallel zur Großanlage die Sanierung der bestehenden Leitungen und die Reduktion von Leckagen ausreichend priorisiert werden. ASA hält dem entgegen, der Dissalatore sei angesichts wiederkehrender Trockenphasen ein notwendiger Baustein der Versorgungssicherheit und reduziere die Abhängigkeit von externen Zuflüssen.

Der Zeitplan ist in mehreren verlässlichen regionalen Berichten dokumentiert. Nationale Rahmensetzungen zur Bewältigung der Wasserknappheit sehen Entsalzung als einen von mehreren Bausteinen, neben Speicher- und Netzmaßnahmen. Für das Elba-Projekt bleiben vor dem Anlauf 2027 offene Punkte: die letztgültigen Genehmigungen, detaillierte Umweltauflagen für die Tiefeneinleitung sowie eine präzise Darstellung von Bau- und Betriebskosten inklusive deren Verteilung auf Tarifzahler. Erst mit diesen Festlegungen lässt sich abschließend bewerten, in welchem Umfang die Anlage Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Bezahlbarkeit zugleich erreicht.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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