Gesundheit

Docufilm Vecchio a chi? in Venedig rückt gesundes Altern in den Fokus

Auf der 83. Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica ist in Venedig der Docufilm Vecchio a chi? – La cura della longevità in salute vorgestellt worden. Die Präsentation verband Präventionsbotschaften mit einer politischen Debatte über Teilhabe…

In Venedig ist am 10. September 2026 der Docufilm Vecchio a chi? – La cura della longevità in salute präsentiert worden. Die Vorstellung fand im Spazio Regione Veneto der Veneto Film Commission im Hotel Excelsior am Lido statt und war als Begleittermin der 83. Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica angekündigt.

Das Projekt wird von The Skill Group produziert und bringt nach Angaben der Veranstalter den Fondo di assistenza sanitaria integrativa und die nationale Agentur Sport e Salute mit ärztlichen Fachleuten sowie bekannten Sportpersönlichkeiten zusammen. Genannt wurden unter anderem Andrea Lucchetta, Manuela Di Centa und Venanzio Ortis; als medizinische Expertin trat die Endokrinologin Lucia Riganelli auf. Als Moderation beziehungsweise künstlerische Leitung wurden Lorenzo Munegato und Alberto Pezzella genannt.

Zentraler Fokus der Präsentation waren Prävention, Bewegung und soziale Teilhabe als Faktoren gesunden Alterns. Der Film verknüpft laut Veranstaltern Experteninterviews mit Erfahrungsberichten ehemaliger Leistungssportler und praxisnahen Empfehlungen für den Alltag. Die Aussagen zielten darauf, Longevität nicht allein medizinisch zu fassen, sondern auch als soziale und infrastrukturelle Aufgabe zu betrachten.

Vertreter der Region Veneto nahmen an der Vorstellung teil. In ihren begleitenden Stellungnahmen wurde der Zusammenhang zwischen demografischer Alterung, Gemeinschaftsstrukturen und passender räumlicher Gestaltung betont. Konkrete neue Maßnahmen oder Förderzusagen wurden dabei nicht als beschlossen ausgewiesen; die Beiträge blieben programmatisch und verstanden die Veranstaltung vor allem als Impuls für Präventionsstrategien und Vernetzung.

Für die nationale Debatte in Italien verweist die Initiative auf zwei Interessenlagen: Zum einen wächst der Bedarf an wirksamer Primärprävention über den gesamten Lebenslauf, etwa durch Bewegungsförderung, Ernährungskompetenz und niedrigschwellige Angebote zur sozialen Teilhabe. Zum anderen stellt die Verknüpfung von Gesundheit, Sport und Kultur eine Möglichkeit dar, Zielgruppen außerhalb klassischer Gesundheitskommunikation zu erreichen. Ob und in welchem Umfang daraus belastbare Programme entstehen, hängt jedoch von finanziellen Prioritäten und einer systematischen Evaluation der vorgeschlagenen Ansätze ab.

Mit der Platzierung im Rahmen der Mostra in Venedig sucht der Film bewusst ein internationales Publikum. Für die Region Veneto ist das Thema Teil ihrer gesundheitspolitischen Agenda; die Präsentation machte aber zugleich deutlich, dass der nächste Schritt die Überführung von Leitideen in überprüfbare Projekte bleibt.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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