Aktuell

Crosetto widerspricht Bericht über Alarm der Vereinigten Staaten zu Drohnen aus dem Mittelmeer

Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto erklärt, der in spanischen Medien kolportierte US-Hinweis auf mögliche russische Drohnenangriffe über das Mittelmeer sei Rom nicht übermittelt worden. ANSA und weitere Medien melden ebenfalls keine amtliche Alarmierung.

Rom, 24. September 2026 — Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat einen in Spanien verbreiteten Bericht über einen angeblichen US-Alarm zu bevorstehenden russischen Drohnenangriffen aus dem Mittelmeer zurückgewiesen. Auf der Plattform X erklärte Crosetto am Morgen, der von El Mundo gemeldete „Alarm“ finde in Rom keine Bestätigung; es gelte, unbelegte Zuspitzungen zu vermeiden.

Den Berichten zufolge sollen US-Dienste europäische Regierungen vor einer möglichen Operation gewarnt haben, bei der unbemannte Systeme per Schiff ins Mittelmeer verbracht und von dort gestartet werden könnten. Konkrete technische Angaben, Ziele oder ein Zeitplan wurden in den Medienberichten nicht belegt. Weder der US-Auslandsgeheimdienst CIA noch zuständige Stellen in den betroffenen Ländern traten bislang mit einer öffentlichen Bestätigung des Warnhinweises an die Öffentlichkeit.

Die italienische Nachrichtenagentur ANSA meldete unter Berufung auf „qualifizierte Quellen“, die Regierung in Rom habe bis zum späten Vormittag des 24. September keine offizielle Alarmierung erhalten. Auch nationale Redaktionen wie RAI, Sky TG24 und la Repubblica berichteten, es liege im Verteidigungs- und Diplomatieapparat Italiens keine formale Mitteilung aus Washington vor. Der Vorgang beruht damit nach derzeitigem Kenntnisstand auf einem Pressebericht, dessen Kernaussagen von der Regierung bestritten werden.

Möglich ist, dass der Ursprungshinweis auf informellen Lagebeobachtungen beruht, die nicht in eine formelle Warnkette überführt wurden. Ebenso ist denkbar, dass es sich um eine vorläufige Risikoeinschätzung handelt, die von Medien zugespitzt wurde. Belastbare amtliche Angaben mit Datum, potenziellen Zielen oder identifizierten Startplattformen liegen nicht vor. Aus Sicherheitskreisen war in den vergangenen Jahren wiederholt zu hören, dass der Einsatz unbemannter Systeme von Seeplattformen Teil hybrider Bedrohungsszenarien ist; daraus folgt jedoch kein unmittelbarer operativer Alarm.

Politische Reaktionen: In Italien forderten Oppositionsvertreter rasche Klarheit über den Informationsstand der Regierung. Crosetto und weitere Regierungsvertreter mahnten zu einer nüchternen Lagebeurteilung und verwiesen auf laufende Abstimmungen in den zuständigen Diensten. Fachleute betonen, dass die maritime Aufklärung sowie die Koordination zwischen NATO-Partnern grundsätzlich verstärkt werden sollten, unabhängig von der aktuellen Medienlage.

Stand der Fakten: Nach überprüfbaren Informationen gibt es am 24. September 2026 keinen bestätigten US-Alarm an Italien zu angeblich bevorstehenden Drohneneinsätzen aus dem Mittelmeer. Behörden prüfen die Lage fortlaufend; bestätigte, datierte Warnungen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk